Antworten auf häufige Fragen (FAQ)

Allokationen

12) Was für ein Risikomanagement nutzt bzw. liefert Diversifikator?

Unser Risikomanagement besteht vor allem darin, dass wir besonders diversifizierte Portfolios erstellen. Dabei achten wir bei unseren ETF-Portfolios vor allem auf eine konzeptionell hohe Diversifikation und nutzen Faktoranalysen zur Überprüfung der Diversifikationseigenschaften. Anlegerbezogen besteht das Risikomanagement vor allem darin, dass wir empfehlen, unsere Renditeportfolios mit Cash zu kombinieren. Bei geringer Risikotragfähigkeit, die z.B. unter „Portfolioselektion“ oder mit dem von Diversifikator unabhängigen Tool auf www.behavioral-finance.com bestimmt werden kann, sollten Anleger mehr Cash halten. Darüber hinaus haben wir einen einfachen Trendfolgeansatz entwickelt, der im WMP Basis Trend und im ESG ETF-Portfolio umgesetzt wird. Für größere Anleger können wir auch weitere Portfolios mit Trendfolge steuern (siehe auch nächste Antwort). Das Problem der meisten Risikomanagementsysteme ist aus unserer Sicht, dass Risiken der Vergangenheit gemessen werden. Viele globale Aktienportfolios aus den Jahren 2009 bis heute erscheinen dabei recht risikoarm, weil es keine globale Aktienmarktkrise gab. Anleiheportfolios der letzten Jahre erscheinen besonders risikoarm, weil die Anleihekurse fast immer mehr oder weniger stark gestiegen sind, da die Zinsen gesunken sind. Sehr viele Risikomodelle arbeiten mit Prognosen. Diese basieren auf Vergangenheitsdaten und/oder komplexen Modellen und/oder individuellen Einschätzungen. Ein solches Vorgehen ist sehr fehleranfällig, wie man an der überwiegend schlechten Performance von sogenannten risikogesteuerten Portfolios Anfang 2016 feststellen konnte (siehe dazu z.B. QAP Analytic Solutions GmbH, QAP Rückblick 1. Quartal 2016 vom 19.4.2016). Institutionelle Anleger werden allerdings weiter solche Modelle verwenden, da sie zahlreiche Auflagen einhalten müssen und stark an Verlusten zum jeweiligen Jahresende gemessen werden. Privatanleger können jedoch bei einem Anlagehorizont, der mehrere Marktphasen umfasst, meist auf ein Risikomanagementsystem und die damit verbundenen direkten oder indirekten Kosten (in Form von Renditereduktion gegenüber vergleichbaren Anlagen ohne Risikosteuerung) verzichten.