"Most passive"
Online-Portfolios und Tools
für kritische Berater und Anleger

Diversifikator Diversifikator

Rendite- und Risiko-Kennzahlen der RTRo-Portfolios[1]

Die Weltmarktportfolios (WMP) bilden die Kapitalanlagen aller Anleger weltweit mit ETFs nach. Sie haben relativ hohe Anteile an Immobilien-, Infrastruktur-, Rohstoff- und Agraraktien (“Alternatives”). Bis auf WMP “Basis“ und “Alternatives“ sind die Portfolios auch für geringe Anlagesummen geeignet. Sie sind indirekt über mehrere hundert Wertpapiere diversifiziert.
[1] Berechnung der Kennzahlen der Musterportfolios inklusive einer Gebühr von 1,19% p.a., aber ohne Depotbankkosten. Der Startzeitpunkt der berechneten Rendite- und Risiko-Kennzahlen ist der 15. Februar 2016 für WMP “Basis“, “7“, “ESG“ sowie für den Vergleichs-ETF, der 1.4.2016 für WMP “7 ex Bonds“, “Islamic“ und “Alternatives“ und der 02.05.2016 für WMP “Stars”. In der Spalte “YTD+BT” der unteren Tabelle ist die Wertentwicklung seit Jahresbeginn inklusive des Zeitraums vor live Berechnung der jeweiligen Portfolios dargestellt. Klammern um Monatsrenditen stellen diesen Backtest-Zeitraum dar. Die Berechnungen der Kennzahlen erfolgen durch die QAP Analytic Solutions GmbH. In der zu Grunde liegenden Buchhaltung werden Annahmen zum Handel, Gebühren, Marktbeschränkungen, etc. getroffen. Als Vergleichs-ETF wird der Lyxor MSCI All Country World ETF genutzt. Die Kennzahl Beta bezieht sich auf den Vergleichs-ETF und zeigt die Risiko-Beziehung zwischen Portfolio und Vergleichs-ETF. Wenn der Vergleichs-ETF um 1% steigt/sinkt, wird erwartet, dass das Portfolio um durchschnittlich Beta x 1% an Wert gewinnt/verliert. Achtung: Renditen und Risiken der Vergangenheit sind keine guten Indikatoren für Renditen und Risiken in der Zukunft.

Zusammenfassung

In diesem Video stellt der Gründer Prof. Dr. Dirk Söhnholz Diversifikator vor und erklärt, warum er Diversifikator “80% anders” nennt.
 
 

 
1
Diversifikator ermöglicht regelbasierte, transparente, robuste (RTRo) und kostengünstige Geldanlagen für anspruchsvolle Anleger, aber kein Trading.
2
Diversifikator stellt Tools zum „Test it Yourself“ bereit, aber bewusst keine volle Automatisierung.
3
Diversifikator kann ohne Berater genutzt werden, aber die Nutzung von Beratern wird empfohlen.
4
Diversifikator-Portfolios können als einzige Wertpapieranlage, aber auch zur Ergänzung anderer Geldanlagen genutzt werden.
Hinweis: Diversifikator entwickelt standardisierte Muster- bzw. Modellportfolios und überwacht und ändert diese. Wir machen keine individualisierten Finanzplanungen, Risikoanalysen oder Anlageempfehlungen, beraten keine Anleger und implementieren keine Portfolios.

Anlageprozess / Nutzungstipps

Ein guter Anlageprozess beantwortet die folgenden Fragen:
1) Wieviel Geld können bzw. sollten Sie
anlegen  ?
Ein kostenloses, anonym nutzbares und wissenschaftlich basiertes „Tool“ zur Beantwortung dieser Frage findet man unter www.finatra.de. Weitere nützliche Hilfstools gibt es unter www.dia-vorsorge.de.[1]
2) Wie viel Risiko können bzw. wollen Sie in Kauf nehmen  ?
Mit dem kostenlosen, anonym-nutzbaren und wissenschaftlich basierten Tool unter www.behavioral-finance.de können Sie herausbekommen, welche Risikoklasse für Ihre geplante Anlage geeignet ist.
3) Welches Portfolio ist das richtige für Sie  ?
Wir haben Portfolios für die wichtigsten Risikoklassen entwickelt. Unter Portfolioauswahl und Portfolioklassifikation zeigen wir Ihnen, wie Sie zu Ihrem Wunschportfolio kommen.
4) Wie setzen Sie das Portfolio um  ?
Unter Umsetzung zeigen wir, wie Sie einen Depotanbieter finden und die Portfoliobestandteile kaufen können.
[1] Bitte bedenken Sie, dass Sie für laufende Ausgaben genug Geld möglichst liquide und risikolos anlegen. Anstatt Geld anzulegen ist es manchmal sinnvoller, Kredite zurückzuzahlen.

Portfolioprofile

Unsere drei Hauptthemen sind „passive“, „verantwortliche“ und „alternative“ Anlagen. Unsere Portfolios sind als Renditeportfolios konzipiert. Die Portfolios enthalten daher keine Anleihen, deren Verzinsung bis zur Fälligkeit der Anleihen unterhalb der zuletzt gemessenen Inflationsrate liegen. Die Anpassung auf Risikobedürfnisse von Anlegern erfolgt über eine individuelle Kombination mit „Cash“.[1]

 
 

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Weltmarktportfolio (WMP) Basis:
Wir versuchen den sogenannten globalen Kapitalstock abzubilden, also die zusammengefassten liquiden und illiquiden Kapitalanlagen aller Anleger weltweit. Dazu nutzen wir ausschliesslich liquide Indexfonds in Form von ETFs[2]. Das Weltmarktportfolio ist damit die wohl passivste Form der Kapitalanlage.
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Weltmarktportfolio 7:
Das WMP 7 versucht eine konzeptionell ähnliche Anlage wie das WMP Basis mit weniger ETFs zu bieten, um auch mit kleineren Anlagesummen effizient umgesetzt werden zu können.
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Weltmarktportfolio Stars:
Aus dem WMP 7 abgeleitet und enthält nur sehr gut geratete ETFs. Das sind vor allem ETFs mit besonders niedrigen Kosten. Das Segment Agrar-/Farmaktien ist zum Portfoliostart nicht vertreten.
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Weltmarktportfolio 7 ex Bonds:
Aus dem WMP 7 abgeleitet, enthält aber keine Anleihen.
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ESG ETF-Portfolio:
Nutzt nur ETFs, die ESG bzw. SRI[3] Anlagekriterien entsprechen. Enthält zum Start nur Aktien und Unternehmensanleihen und weder Staatsanleihen noch alternative Aktien-ETFs.
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Islamic ETF-Portfolio:
Nutzt nur ETFs, die islamischen Anlagekriterien entsprechen. Damit werden z.B. Banken und hochverschuldete Unternehmen ausgeschlossen. Enthält zum Start nur Aktien-ETFs.
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Alternatives ETF-Portfolio:
Bildet den alternativen Anteil des Welt-Kapitalstocks mit Aktien-ETFs ab.
[1] Details dazu siehe Dokument Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion.
[2] Exchange Traded Fonds
[3] ESG steht für Environment, Social und Governance Kriterien zur Titelsektion und SRI für Social Responsible Investments, einen ähnlich verwendeten Begriff

Portfolioauswahl

Die Portfolios unterscheiden sich vor allem nach den folgenden Kriterien:
 

1) Anlagebetrag: Wenn Sie mehr als EUR 100.000 anlegen wollen, kommen alle Portfolios in Frage. Andernfalls beachten Sie bitte die empfohlenen Mindestanlagen.
 
2) Anleiheanteil: Wenn Sie Zinssteigerungen erwarten, bei denen Anleihen normalerweise an Wert verlieren, können Sie ein Portfolio ohne Anleihen wie das WMP 7 oder das islamische Portfolio wählen. Alle anderen Portfolios enthalten Anleihen.[1]
 
3) Vergangenheitsorientiert: Wenn Ihnen Ergebnisse der Vergangenheit und externe Fondsratings besonders wichtig sind, kann das WMP Stars für Sie passen.[2]
 
4) Verantwortliche Anlagen: Wenn Sie besonders verantwortlich oder islamisch investieren wollen, können Sie das ESG- oder das islamische Portfolio wählen[3], andernfalls kommen alle Portfolios in Frage.

 
 

Portfolio-Überblick[4]
 

 Positionen[5]Start-ETFsTraditionelle AktienAlternative Aktien[6]AnleihenVerantwortlichTop ETF-Ratings
Weltmarktportfolio Basis6.5321925%30%45%
Weltmarktportfolio 76.114730%30%40%
Weltmarktportfolio Stars6.021640%20% (ohne Agrar)40%X
Weltmarktportfolio 7 ex Bonds4.746549%51%0%
ESG ETF-Portfolio675575%0%25% (ohne Staatsanleihen)X
Islamic ETF-Portfolio8092100%0%0%X
Alternatives ETF-Portfolio3.470138%92%0%

[1] Wir setzen allerdings nur Anleihen ein, deren erwartete Rendite oberhalb der Inflationsrate liegt (Details s. Dokument „Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion“).
[2] Renditen/Risiken der Vergangenheit sind oft keine guten Indikatoren für zukünftige Entwicklungen. Da nur ETFs mit aktuell gutem Rating für das WMP Stars selektiert wurden, ist die zurückgerechnete Vergangenheitsperformance dieses Portfolios besonders gut.
[3] ESG steht für Anlagen, die Umwelt, Soziale und „Governance“ (im Sinne von guter Unternehmensführung) Kriterien berücksichtigen. Unser ESG-Ansatz wird unter ESG erklärt und die islamischen Kriterien, die z.B. Banken und hoch verschuldete Unternehmen ausschließen, erläutern wir unter “Warum bieten Sie ein islamisches Portfolio an?” in den häufig gestellten Fragen. Da die Auswahl an islamischen und ESG-ETFs beschränkt ist, ist die Streuung dieser Portfolios über Anlagesegmente geringer als bei traditionellen Portfolios. Jedes Portfolios umfasst jedoch über 600 Aktien.
[4] Die Anteile an den Anlageklassen/Segmenten beziehen sich auf die Soll-Allokationen ohne „Cash“-Anteile. Bei Beimischung von Cash reduzieren Sie sich entsprechend.
[5] Bei sogenannten synthetischen ETFs zählen die Positionen im Index, auf den sich der ETF bezieht.
[6] Darunter fallen Immobilienaktien/REITs, Infrastrukturaktien, Rohstoff-, Agrar-/Forst- und Private Equity Aktien. Mid-/Small-Cap Aktien im Alternatives Portfolio sind ein „Proxy“ für Beteiligungen an nicht-börsennotierten Unternehmen.

Wichtige Begriffe

Die wichtigsten Begriffe der Tabelle Portfolioklassifikation erklären sich wie folgt:
 
 
 
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„Allokation“ (=Verteilung auf unterschiedliche Anlageklassen bzw. -Segmente) bedeutet, dass das jeweilige Portfolio als Basis- bzw. Komplettanlage verwendet werden kann. „Zusatz“ heißt, das Portfolio ist als Zusatzanlage zu anderen Portfolios gedacht.
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Alle Portfolios bestehen zu 100% aus ETFs (Exchange Traded Fonds). ETFs sind insolvenzsichere Sondervermögen, die Indizes möglichst gut nachbilden. ETFs sind meist besonders breit gestreute und günstige Anlagen.[1] Hier finden Sie ein einführendes Video zu ETFs:
 



 
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Die empfohlene Mindestanlage ergibt sich aus der Anzahl der ETFs im jeweiligen Diversifikator-Portfolio und den geschätzten Ankauf- und einmaligen Umschichtungskosten[2] sowie dem Cash-Anteil[3]
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Die Risiko-Klassen basieren auf den Schwankungen der Portfolios in den vergangenen 5 Kalenderjahren, also in 2016 auf den Jahren 2011 bis 2015[4]
[1] Details siehe Dokument “Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion”
[2] Die Kosten variieren je nach Depotanbieter. Beispiel: Bei einem Portfolio mit 5 ETFs und EUR 5 Kosten pro Handel fallen bei einer einmaligen Umschichtung EUR 50 pro Jahr an. Das sind 5% bei EUR 1.000 Anlage bzw. Umschichtungsbetrag. Besonders bei Sparplänen sollte man auf die Kosten pro „Trade“ (Kauf oder Verkauf) achten. Bei kleinen Anlagesummen sollte man bei Sparplänen immer nur einen ETF pro Monat kaufen (siehe Sparpläne)
[3] Der Cash-Anteil sollte vom Anleger bzw. Berater separat angelegt werden. Details zur Berechnung der Mindestanlagen siehe „Mindestanlagen“ in den häufig gestellten Fragen.
[4] Details zur Berechnung siehe Portfolio-Risiken inklusive der Fussnoten dort. Da unsere Portfolios erst seit 2016 online sind, beruhen diese Angaben auf den zurückgerechneten (Backtest) Schwankungen der Portfolios. Künftig können die Schwankungen anders sein als in den Backtests. Wir verwenden diese Art der Risiko-Klassifikation, weil das von uns präferierte Risikoanalysetool (www.behavioral-finance.de) diese Klassifikation nutzt.

Portfolioklassifikation

Mit Hilfe der folgenden Tabelle kann bestimmt werden, welche Portfolios zu angestrebter Markteinschätzung (Anleiheanteil), Anlagebetrag und Risikotoleranz passen.[1]

Die empfohlene Risikoklasse ergibt sich aus Ihrer Analyse unter www.behavioral-finance.de.[2] 75/25, 50/50, 25/75 stehen für die Kombinationen des jeweiligen Portfolios mit 25%, 50% bzw. 75% „Cash“.[3]

Allokations-PortfolioEmpfohlene MindestanlageRisiko-Klasse
WMP Basis100.0005
WMP Basis 50/50200.0004
WMP Basis 25/75400.0003
WMP 712.5005
WMP 7 50/5025.0004
WMP 7 25/7550.0003
WMP Stars12.5005
WMP Stars 75/2516.7004
WMP Stars 50/5025.0003
WMP 7 ex Bonds5.0006
WMP 7 ex Bonds 75/256.7005
WMP 7 ex Bonds 50/5010.0004
ESG ETF5.0005
ESG ETF 50/5010.0004
ESG ETF 25/7520.0003
Islamic ETF1.5006
Islamic ETF 75/252.0005
Islamic ETF 50/503.0004
Zusatz-PortfolioEmpfohlene MindestanlageRisiko-Klasse
Alternatives ETF100.0006

Beispiele: 

1) Ein Anleger, der EUR 25.000 anlegen will und aufgrund seines Anlagehorizontes und seiner Risikotoleranz der Risikoklasse 5 zuzuordnen ist, der keine kurz- bzw. mittelfristigen starken Zinssteigerungen erwartet und breit und traditionell diversifizieren möchte, kann EUR 25.000 in das WMP 7 anlegen.
 
2) Ein Anleger, der EUR 10.000 anlegen will und aufgrund seines Anlagehorizontes und seiner Risikotoleranz der Risikoklasse 4 zuzuordnen ist, der kurz- bzw. mittelfristige starke Zinssteigerungen erwartet und gerne verantwortlich anlegt, kann EUR 5.000 in das islamische Portfolio anlegen und EUR 5.000 (50/50) in Cash halten.
 
Diese Berechnungen können Sie automatisch unter Portfolio-Downloads durchführen lassen und die entsprechende Liste der ETFs erhalten.

[1] WMP steht für Weltmarktportfolio
[2] Unter www.behavioral-finance.de bestimmen Sie die für Sie passende sogenannte KID-Risikoklasse, die wir nach dem Key Investor Information Document KIID-Klasse nennen und die auch als SRRI (Synthetic Risk and Reward Indicator) bezeichnet wird. Unsere Risikoklasse bestimmt sich aus dem Mittelwert der KIID-Klasse und der höchsten 5-Jahres KIID-Kategorie seit 2008, die mindestens gleich hoch liegt, meistens jedoch höher ist (siehe „Backtests“).
[3] Für das ESG-Portfolio und das Islamische Portfolio kann „Cash“ bei Banken angelegt werden, die ESG- bzw. Islamischen Prinzipien folgen.

Umsetzung


Depoteröffnung: Die Portfolios können in Ihrem bestehenden Depot umgesetzt werden. Es ist aber sinnvoll, ein neues Depot bzw. Unterdepot[1] zu eröffnen. So bekommen Sie ein separates Reporting für die Diversifikator-Anlagen. Außerdem ist es so einfacher, die Gebühren zu berechnen, die für die Nutzung der Diversifikator-Portfolios anfallen.[2]
 


Wertpapierliste: Jetzt können Sie die Orderliste für das gewählte Portfolio ausdrucken (siehe Portfolio-Details). Bitte beachten Sie, dass bei 50/50 nur die Hälfte der Anlagesumme in ETFs angelegt werden soll und bei 25/75 nur 25%.
 


Eingabe: Die Wertpapierliste und die Cash-Anlage[2] können Sie von ihrer Hausbank oder Ihrem Vermögensverwalter umsetzen lassen. Alternativ können Sie zum ETF-Kauf die sogenannten ISINs (Wertpapier-Identifikationsnummern, s. Download) der ETFs selbst im Online-Depot eingeben oder telefonisch bzw. postalisch in Auftrag geben. Wenn Sie für die gesamte geplante Anlagedauer über ausreichend „Cash“ zur Abfederung der Risiken aus den gewählten Portfolios verfügen, ist keine zusätzliche „Cash“-Anlage erforderlich.[3]
 


Bezahlung: Diversifikator ist monatlich zu bezahlen.[3] Das können Sie ohne einen zusätzlichen Vertrag selbst machen.[4] Die Bezahlung von Diversifikator kann auch über ihre Berater/Verwalter bzw. ihre Hausbank erfolgen. Dazu müssen diese einen Vertrag mit uns abschließen.[5]
 


News: Um über empfohlene Änderungen an den Musterportfolios informiert zu werden, müssen Sie sich für unsere News anmelden (siehe News).[6]
 

[1] Falls Sie schon ein Depot haben, können Sie bei einigen Anbietern ein separates zusätzliches Unterdepot dazu anlegen. Falls Sie ein neues Depot eröffnen möchten, kann das Vergleichstool vom Handelsblatt (siehe http://wertpapiere.rechner.handelsblatt.com/rechner/handelsblatt2/schnellcheck.aspx) genutzt werden, siehe auch FAQ (häufig geäußerte Fragen) unter „Umsetzung“ bzw. „Wie finden Sie einen geeigneten Depotanbieter“.
[2] „Cash“ bezeichnet kurzfristig verfügbare und möglichst sichere Anlagen, z.B. Geldmarktfonds, Giroeinlagen, Tagesgeld und weitere kurzfristig verfügbare Anlagen mit sehr geringen Schwankungen.
[3] Es ist sinnvoll, die Anlage über mehrere Tage oder sogar Wochen zu streuen, da die Kapitalmärkte kaum „timebar“ sind und man so sicherstellen kann, nicht am „teuersten“ Tag zu kaufen.
[4] Wenn die Diversifikator-Portfolios im Depot umgesetzt werden, fallen 1% p.a. plus Mehrwertsteuer an. Details dazu siehe AGB und FAQ Kosten. Für Cashanlagen erhebt Diversifikator keine Gebühren.
[5] Sie schliessen einen Vertrag mit uns, wenn Sie den Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB formal zustimmen, also vor dem Download der Portfoliolisten. Kosten für Diversifikator fallen erst an, wenn Sie unsere Portfolios in realen Depots nachbilden.
[6] Direkt- bzw. Onlinebanken übernehmen den Bezahlservice normalerweise nicht. Diversifikator stellt einen Mustervertrag zur Verfügung.
[7] Wenn Sie komplett anonym bleiben wollen, können Sie dafür einen (neuen) „anonymisierten“ Email-Absender verwenden. Das ist die einzige Information, die Diversifikator von Ihnen benötigt (Small-Data Ansatz), es sei denn, Sie möchten eine Rechnung über die Diversifikator-Gebühren haben.

Allokationen der Portfolios

Ausgangsbasis aller Portfolios bilden die Kapitalanlagen aller Anleger weltweit (siehe Dokument „Diversifikator Asset Allokation und ETF Selektion“). Die Musterportfolios werden kontinuierlich überwacht. Sie werden mindestens einmal pro Jahr systematisch überprüft, vor allem im Hinblick auf neue Informationen zu Weltkapitalanlagen und Änderungen im ETF-Angebot, und gegebenenfalls angepasst.

Weltmarktportfolio Basis

Das Weltmarktportfolio Basis besteht derzeit aus 19 Anlagesegmenten, die jeweils mit einem ETF abgebildet werden.

AnlagesegmentAllokation
Aktien Large Caps USA7,5%
Aktien Small Caps USA2,5%
Aktien Large Caps Europa7,5%
Aktien Large Caps Japan2,5%
Aktien Schwellenländer5,0%
Unternehmensanleihen USA10,0%
Unternehmensanleihen Welt ex-USA10,0%
Staatsanleihen mittlere Laufzeit USA5,0%
Staatsanleihen lange Laufzeit USA5,0%
Staatsanleihen mittlere Laufzeit Europa5,0%
Staatsanleihen mittlere Laufzeit Japan5,0%
Staatsanleihen inflationsindexiert USA5,0%
Rohstoffe Energie2,5%
Rohstoffe Metalle2,5%
Immobilien USA5,0%
Immobilien Welt ex-USA5,0%
Infrastruktur Welt5,0%
Private Equity Welt5,0%
Agrar- und Farmland Welt5,0%

Weltmarktportfolio 7 ex Bonds

Das Portfolio besteht aus 5 Aktien-ETFs.

AnlagesegmentAllokation
Aktien Welt41%
Aktien Small Caps USA8%
Immobilien Welt17%
Infrastruktur Welt17%
Agrar- und Farmland Welt17%

ESG ETF-Portfolio

Das ESG ETF-Portfolio enthält 5 ETFs, die „nachhaltigen“ MSCI-Indizes folgen.

AnlagesegmentAllokation
Aktien USA35%
Aktien Europa15%
Aktien Pazifikregion10%
Aktien Schwellenländer15%
Unternehmensanleihen USA25%

Islamic ETF-Portfolio

Das Portfolio besteht aus 2 ETFs, die „islamischen“ MSCI Indizes folgen.

AnlagesegmentAllokation
Aktien Industrieländer78%
Aktien Schwellenländer22%

Weltmarktportfolio 7

Das Weltmarktportfolio 7 enthält zur einfacheren Umsetzung nur 7 ETFs.

AnlagesegmentAllokation
Aktien Welt25%
Aktien Small Caps USA5%
Unternehmensanleihen Welt ex-USA20%
Staatsanleihen mittlere Laufzeit Europa20%
Immobilien Welt10%
Infrastruktur Welt10%
Agrar- und Farmland Welt10%

Weltmarktportfolio Stars

Das Weltmarktportfolio Stars enthält die gleichen Allokationen wie das Weltmarktportfolio 7 und wird nur mit ETFs mit Top Rating umgesetzt. Wenn für ein Anlagesegment kein entsprechender ETF zur Verfügung steht, wird die Allokation des Anlagesegments auf alle anderen Segmente aufgeteilt.[1]

AnlagesegmentAllokation
Aktien Welt25%
Aktien Small Caps USA5%
Unternehmensanleihen Welt ex-USA20%
Staatsanleihen mittlere Laufzeit Europa20%
Immobilien Welt10%
Infrastruktur Welt10%
Agrar- und Farmland Welt10%

Alternatives ETF-Portfolio

Das Portfolio besteht aus 13 „alternativen“ Aktien-ETFs.

AnlagesegmentAllokation
Rohstoffe Energie USA5%
Rohstoffe Energie Europa3%
Rohstoffe Metalle USA5%
Rohstoffe Metalle Europa3%
Immobilien USA20%
Immobilien Europa8%
Immobilien Asien5%
Infrastruktur Industrieländer13%
Infrastruktur Schwellenländer4%
Private Equity Welt9%
Aktien Small Caps USA5%
Aktien Small Caps Europa3%
Agrar- und Farmland Welt17%

 

[1] Das gilt zum Start am 2.5.2016 für das Segment Agrar-und Farmland Welt.

Portfolio-Details und -Downloads

Das Weltmarktportfolio Basis wurde für große Einmalanlagen entwickelt. Das Weltmarktportfolio 7, das Weltmarktportfolio Stars, das Weltmarktportfolio 7 ex Bonds, das ESG ETF-Portfolio und das Islamic ETF-Portfolio sind weniger diversifiziert als das Weltmarktportfolio Basis. Da diese vier Portfolios weniger ETFs als das Basis-Portfolio enthalten, können sie günstiger investiert und rebalanziert werden. Unter “Sparplan” finden Sie mehrere Möglichkeiten, wie der Zugang zu unseren Portfolios mit regelmäßigen Einzahlungen umgesetzt werden kann. Bitte beachten Sie: Unsere Services sind kostenpflichtig (siehe AGB und FAQ).

Download der Portfolioallokationen

Lassen Sie sich beraten, bevor Sie unsere Portfolios nutzen. In jedem Fall fällt eine Gebühr für die Nutzung dieser Musterportfolios zu Investmentzwecken an, auch wenn sie modifiziert eingesetzt werden. Die empfohlene Nutzungsgebühr liegt bei 1% p.a. plus Umsatzsteuer. Sie ist an Ihren Berater zu zahlen. Wir empfehlen die Nutzung von Beratern. Wenn Sie ohne Beratung investieren wollen, überweisen Sie die komplette Gebühr von 1,19% p.a. bitte direkt als Musterportfolio-Nutzungsgebühr auf das im Impressum ausgewiesene Konto der Diversifikator GmbH. Weitere Details finden Sie in den AGB, den FAQ unter „Kosten“ und dem Dokument  „Diversifikator Konzept“.

Portfolioallokationen erstellen

[1] Für die Einteilung in Risikoklassen wird der Mittelwert aus dem offiziellen KIID-Risikowert (5 Jahre) und dem höchsten KIID-Wert aus einer fünfjährigen rollierenden Periode seit 2008 berechnet. Stichtag ist der 31.12.2015. Die Einstellung erlaubt nur einen minimalen KIID-Wert von 3, da die Portfolios renditeorientiert ausgelegt sind und daher keine Angebote für die KIID-Klassen 1 und 2 vorgesehen sind. Bitte beachten Sie auch die empfohlenen Mindestanlagesummen.

Sparplan-Simulation[1]

 
Hier können Sparpläne mit unterschiedlichen Beträgen und ETFs bzw. Portfolios simuliert werden.
 
 

[1] In den Simulationen der Sparpläne sind keine Gebühren berücksichtigt. Die Simulationen nutzen die Daten, Zeitreihen und ETFs, die auch für das Weltmarktportfolio Basis verwendet wurden.

Wer wir sind

Prof. Dr. Dirk Söhnholz

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Lebenslauf

  • 2016 – heute: Geschäftsführer (GF) Diversifikator GmbH
  • 2002 – heute: GF Söhnholz Advisors GmbH
  • 2012 – heute: Lehrbeauftragter/Honorarprofessor für Asset Management, Universität Leipzig
  • 2012 – 2015: GF Veritas Investment GmbH
  • 1999 – 2011: Feri-Gruppe, u.a. GF Feri Private Equity GmbH, Feri Alternative Assets GmbH, Managing Director Feri Trust GmbH, GF Feri Institutional Advisors GmbH
  • 1996 – 1999: Bereichsleiter Gerresheimer Glas AG und GF/Vorstand TelePassport GmbH/AG
  • 1991 – 1996: Berater/Manager Boston Consulting Group
  • 1983 – 1991: BWL-Studium, Promotion und M.B.A. Universitäten Bayreuth, Mannheim und City University of New York
  • 1969 – 1983: Schule in Eicklingen, Teheran, Celle, Wehrdienst in Munster
  • 1963: Geboren in Hannover

Ausgewählte Publikationen

  • 2014: Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios, Absolut Report (AR) Nr. 6 
  • 2013: Systematisierung und Diversifikation von Investmentphilosophien, AR Nr. 6 
  • 2012: Systematische und prognosefreie Diversifikation, AR Nr. 2 
  • 2010 (mit Rieken/Kaiser): Asset Allocation, Risiko-Overlay und Manager-Selektion: Das Diversifikationsbuch (Gabler)
  • 2008 (mit Burkert): Naive strategische Asset Allocation, AR Nr. 43[1] 
  • 1992: Diversifikation in Finanzdienstleistungsmärkte: Marktpotentiale und Erfolgsfaktoren (Gabler)
Einen detaillierten Lebenslauf und eine ausführliche Publikationsliste findet man unter www.prof-soehnholz.com
Dirk Söhnholz/Diversifikator arbeitet mit der QAP Analytic Solutions GmbH zusammen, die vor allem bei quantitativen Analysen, der ETF-Selektion und der technischen (Web-)Umsetzung unterstützt. Die 2014 gegründete Firma berät Unternehmen, vor allem aus dem Finanzmarktumfeld, in allen Fragen der quantitativen und qualitativen Analyse von Daten und deren Anwendung. Dazu entwickelt das Unternehmen mit Sitz in Limburg u.a. eigene Analyse-Methoden und -Software. Gründer und Geschäftsführer ist Christian Schuster, der zuvor als Fonds- und Portfoliomanager tätig war, zuletzt bei der Veritas Investment GmbH.
[1] Auch dieser Beitrag kann bei Absolut Report angefordert werden.

Wir sind anders – zu 80%[1]

Hier finden Sie Stichwörter mit den wesentlichen Unterschieden zu vielen traditionellen Vermögensverwaltern und Robo-Beratern (online bzw. automatisierte Vermögensberater):

Unabhängigkeit von

  • Produktanbietern
  • Depotbanken
  • Prognosen
  • Optimierungen
  • Portfoliomanagern

80prozentanders_hellblau

Anders durch

  • Diversifikation auch über Immobilien, Infrastruktur, Private Equity
  • ESG-Option
  • Regelwerk
  • Transparenz
  • “Small Data”-Ansatz
[1] 80% ist eine “Marketing”-Schätzung.

Kostenvergleich[1]

kostenvergleich

Für die Diversifikator Portfolios werden 1% Kosten inklusive Beratung verlangt. Inklusive aller Zielfonds- und Handelskosten erhalten Anleger damit ein sehr günstiges Angebot im Vergleich zu Multi-Asset- bzw. Aktien(dach)fonds. Dachfonds haben eine höhere Handelsfrequenz als die Diversifikator Portfolios. Das führt zu höheren Kosten, kann aber auch zu höheren Renditen oder geringeren Risiken als beim Weltmarktportfolio führen. Unter www.morningstar.de finden Anleger aktuelle Informationen unter anderem zu Kosten von Anlageprodukten.
* Die Kosten sind teilweise geschätzt. Quellen sind die KIID (Key Investor Information-Dokumente) der Fonds für 2014, für Transaktionskosten auch das Petersmann-Institut (s. Fonds professionell 4/2014 und 4/2015) und www.morningstar.de. Erfolgsabhängige bzw. Performance-Gebühren sind typischerweise in 2014 höher ausgefallen als in 2015. Ausgabeaufschläge und kundenindividuelle Depotkosten wurden nicht berücksichtigt, nur geschätzte Handelskosten für die Umsetzung der Diversifikator Portfolios. Die Diversifikator 50/50 Portfolios haben nur halb so hohe Kosten wie die 100%igen Diversifikator Portfolios, da auf Cash-Anlagen keine Gebühren erhoben werden. In diversifizierten Fonds fallen dagegen auch Gebühren für sogenannte “risikofreie” Anlagen an.
[2] z.B. Veritas ETF-Dachfonds P

Investmentüberzeugungen

Unsere “Beliefs”

  • Hohe Komplexität der Kapitalanlage erfordert Beratung
  • Breite Diversifikation über potenzielle Renditequellen
  • Cash statt Anleihen als sichere/kurzfristige Anlage
  • Niedrige Kosten sind sehr wichtig
  • Nur liquide Anlagen

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Details siehe Dokument:  Das Diversifikator Konzept

Investmentphilosophie

Die meisten Portfoliomanager verwenden Prognosen, arbeiten aber nicht vollkommen systematisch. Auch quantitative Portfoliomanager nutzen Prognosen, allerdings legen sie ihre Regeln nicht offen (Black Box). Diversifikator arbeitet voll systematisch und transparent, aber ohne Prognosen. Wir nennen unseren Ansatz RTRo für regelbasiert, transparent und robust. Die Startportfolios werden ganz überwiegend aus dem Weltanlagekapitalstock abgeleitet. Daher bezeichnen wir sie auch als „most passive“ Portfolios (Fussnote: Dazu siehe www.prof-soehnholz.com).

Wenn man nicht – wie wir – an die Überlegenheit unseres Ansatzes glaubt, kann eine Diversifikation über die drei Investmentphilosophien sinnvoll sein.[1]
Diskretionär
diskretionaer_hellblau_transparent
Quantitativ
quant_hellblau_transparent
RTRo
retro_hellblau_transparent
[1] Siehe Söhnholz, D.: Systematisierung und Diversifikation von Investmentphilosophien, in Absolut Report Nr. 6, 2013

ESG – Verantwortliches Investieren

Verantwortliches Investieren wird nicht nur für institutionelle Anleger immer wichtiger und eventuell bald sogar zur Pflicht. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass verantwortliches Investieren oft sogar Rendite- oder Risikovorteile mit sich bringt. Bisher gibt es fast nur Aktien-ETFs mit ESG Fokus. Trotzdem gibt es derzeit unseres Wissens kein ESG-Portfolio, welches so diversifiziert und kostengünstig wie unseres ist. Alle verwendeten ESG-ETFs folgen dem ESG-Ansatz von MSCI.[1]
 

esg_umwelt_gelb

esg_sozial_gelb

esg_governance_gelb

[1] Siehe Söhnholz, D.: Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios, in Absolut Report Nr. 6, 2014. ESG steht für Environment, Social und Governance. Details zum MSCI Ansatz findet man unter dem Stichwort “ESG Methodology” auf www.msci.com

Small Data und Vertrauensansatz

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“Small Data”-Ansatz

Mit finanziellen Daten sollte man besonders vorsichtig umgehen. Da die Finanzwelt sehr komplex ist, empfehlen wir Anlegern, sich von Profis beraten zu lassen. Diesen müssen finanzielle Daten offen gelegt werden, damit sie gut beraten können. Wir bieten keine individuelle Beratung an und brauchen daher auch keine persönlichen Daten von potentiellen Anlegern.
 

„Cookies“, mit denen man Quellen und Nutzungen von Internetseiten nachvollziehen kann, nutzen wir nur für die Verbesserung unserer Internetseite. Außerdem benötigen wir E-Mail-Adressen, um über Änderungen der Portfolios oder AGBs informieren zu können. Wir finanzieren uns aber weder durch Datenverkauf noch durch Provisionen von Produktanbietern oder Werbung, sondern nur durch Servicegebühren von Anlegern.
 

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Pseudo-Optimierer

Die sogenannte Moderne Portfoliotheorie von Wirtschaftsnobelpreisträger Harry Markowitz aus dem Jahr 1952 ist auch heute oft noch die Basis für die Optimierung von Anlageportfolios. Danach werden Rendite-, Risiko- (gemessen als Volatilität, also Schwankungsintensität) und Korrelationsprognosen (also Abhängigkeiten) von Anlagen genutzt, um ein optimales Portfolio zu ermitteln.
 
Diversifikator nutzt keinerlei Optimierungen. Um die Grenzen von Optimierungen zu veranschaulichen, haben wir die beiden unten aufgeführten „Pseudo-Optimierer“ entwickelt. Für die Start-Allokationen nutzen wir die Backtest-Zeitreihen der 19 Anlagesegmente aus dem Weltmarktportfolio Basis von Anfang 2008 bis Ende 2015.

 


Backtests

Kennzahlen der Backtests der RTRo-Portfolios[1]

 

 WMP BasisWMP 7WMP StarsWMP 7 ex BondsESG ETF-PortfolioIslamic ETF-PortfolioAlternatives ETF-PortfolioWeltaktien-ETF60/40-Benchmark
Rendite54,0%48,8%59,6%59,2%45,6%30,20%49,8%39,4%48,69%
Rendite p.a.5,4%4,9%5,7%5,7%4,7%3,2%5,0%4,1%4,9%
Volatilität8,5%9,4%9,2%17,5%12,1%20,0%18,5%20,5%10,2%
Sharpe Ratio (0%)0,630,530,620,330,390,160,270,200,48
Maximaler Verlust-22,8%-27,4%-25,6%-49,5%-35,3%-44,7%-54,6%-49,2%-25,0%
2008-18,3%-21,4%-18,4%-39,5%-28,4%-36,3%-44,8%-38,1%-18,9%
200914,6%18,9%16,7%32,5%22,0%27,6%39,2%29,4%14,5%
201017,3%13,4%11,9%24,7%18,6%19,8%27,2%20,6%10,1%
20114,8%-0,8%-1,1%-2,0%0,6%-5,5%-2,6%-6,2%-1,0%
201210,0%15,9%14,3%18,4%9,1%10,4%17,3%15,3%12,3%
20131,3%7,1%7,6%10,9%7,4%10,4%7,8%17,4%12,5%
201419,3%18,8%18,6%23,3%19,8%15,9%23,3%18,5%17,0%
20156,4%2,3%4,1%3,3%7,9%4,8%3,3%8,5%6,9%
15.02.2016-5,5%-6,2%-7,8%-11,6%-7,0%
01.04.2016-2,8%-4,3%-2,1%(-5,6%)(-2,9%)
02.05.2016-0,2%(-4,7%)(-2,6%)
ETF-Kosten[2]0,29%0,39%0,34%0,52%0,33%0,66%0,51%0,45%0,33%

 
 
 Diversifikator Backtests

 

 Excel-Download: Historische Zeitreihen der Diversifikator Portfolios

 
 

Übersicht: Allokationsveränderungen des Weltmarktportfolio 7 ohne Rebalanzierungen

 
historischeallokationsverschiebung_7er

[1] Diversifikator GmbH wurde Ende Januar 2016 gegründet und mit der „live“ Berechnung der Daten für WMP “Basis“, “7“ und “ESG“ am 15. Februar 2016 begonnen. Für WMP “7 ex Bonds“, “Islamic“ und “Alternatives“ startete die “live” Berechnung am 1.4.2016. Für WMP “Stars” begann die “live” Berechnung am 2.5.2016. Einige der verwendeten ETFs sind relativ neu. Um die theoretische Performance der Portfolios für die Vergangenheit zu schätzen, wurden für die Zeiten vor dem Start der aktuell im Portfolio befindlichen ETFs möglichst ähnliche ETFs oder entsprechende Indexzeitreihen verwendet. Die Berechnungen enthalten ETF-Kosten aber keine weiteren Kosten und Gebühren. Als Weltaktien-ETF wird der Lyxor MSCI All Country World ETF bzw. für den Zeitraum vor Auflegung ein möglichst ähnlicher ETF/Index genutzt.

[2] Es handelt sich um die Kosten der ETFs (TER) zum Zeitpunkt 31.03.2016 gewichtet nach der Allokation in den jeweiligen Portfolios.

Portfolio-Risiken

KIID-Tabelle: Risikoklassifizierung der RTRo-Portfolios[1]

 

 WMP BasisWMP Basis 50/50WMP 7WMP 7 50/50WMP StarsWMP Stars 50/50WMP 7 ex Bonds
Volatilität für KIID-Berechung (2011 bis 2015)8,61%4,99%8,58%4,88%8,01%4,56%13,86%
Risikoklasse nach KIID4343435
Maximum 5 Jahre rollierend (2008 bis 2015)5454536
Minimum 5 Jahre rollierend (2008 bis 2015)4343435
Maximum 1 Jahr rollierend (2008 bis 2015)6464647
Minimum 1 Jahr rollierend (2008 bis 2015)4343434

 
 WMP 7 ex Bonds 50/50ESG ETF-PortfolioESG ETF-Portfolio 50/50Islamic ETF PortfolioIslamic ETF Portfolio 50/50Alternatives ETF-PortfolioAlternatives ETF-Portfolio 50/50
Volatilität für KIID-Berechung (2011 bis 2015)7,74%10,63%6,00%14,01%6,86%14,32%7,76%
Risikoklasse nach KIID4545454
Maximum 5 Jahre rollierend (2008 bis 2015)4546464
Minimum 5 Jahre rollierend (2008 bis 2015)4435454
Maximum 1 Jahr rollierend (2008 bis 2015)5657676
Minimum 1 Jahr rollierend (2008 bis 2015)3434343

 
 
Verlustrisiken von diversifizierten Portfolios werden oft überschätzt. Das liegt auch daran, dass viele Anleger im Jahr 2008 erfahren mussten, dass fast alle Anlagen außer Staatsanleihen gleichzeitig stark an Wert verloren haben. Wir gehen davon aus, dass Anleger (im Gegensatz zu kurzfristig orientierten „Tradern“) einen mehrjährigen Investmenthorizont haben. Diversifikation ist danach weiterhin sinnvoll. Einen guten Überblick über unterschiedliche Portfolios und deren meist relativ geringe Zahl von Verlustjahren (dargestellt in der Abhängigkeit unterschiedlicher Einstiegsjahre) findet man auf www.portfoliocharts.com
 
 
 
 

Faktoranalyse: Historische Korrelationen

 
Um den Diversifikationsgrad unserer Musterportfolios zu prüfen, haben wir eine Faktoranalyse für die simulierten Zeitreihen von 2008 bis Ende 2015 durchgeführt. Für das Weltmarktportfolio Basis und das ESG ETF-Portfolio haben wir keine nennenswerten Faktorabhängigkeiten gefunden. Das spricht für eine gute Diversifikation. Das Weltmarktportfolio 7 hat eine statistisch signifikante Korrelation von 0,8 zum Standard & Poors Index 500, also großen US-Aktien. Durch eine Kombination des Weltmarktportfolios 7 mit “Cash“ wird diese Abhängigkeit aber reduziert.

Eine Tabelle mit einem Korrelations-Überblick für die sechs Portfolios finden Sie hier.
 

 
Interpretation und Lesebeispiel: Eine Korrelation von nahezu 0 wird beim Weltmarktportfolio Basis zu Öl angezeigt. Dies bedeutet, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung des Ölpreises und dem Weltmarktportfolio Basis gibt. Eine Korrelation von 1 würde eine perfekt positive Korrelation bedeuten. Die Bewegung von Anlagesegment und Portfolio wären exakt gleich. Bei einer Korrelation von -1 sind die Bewegungen exakt gegensätzlich. Farblich wird die Interpretation durch die Verwendung einer Heatmap unterstützt, die von Dunkelrot (schlechte Diversifikationseigenschaften) bis Dunkelgrün reicht.

AQR High Minus Low Devil Global ist ein von AQR entwickelter sogenannter Value-Faktor. Der AQR Quality Minus Junk Global Faktor ist ein von AQR entwickelter sogenannter Qualitätsfaktor.[2]

 
 
 

[1] KIID-Tabelle: Die Zahlen beziehen sich auf die simulierte Performance der Periode vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2015. Zu KIID (Key Investor Information Document) Kategorien siehe z.B. Döhrer, B. et al. (2012): Risikoberechnungs- und Klassifizierungsmethoden nach KIID und EDG, WHU-Valendar

[2] Weitere Informationen zu den Faktoren von AQR sind unter www.aqr.com/library/data-sets/the-devil-in-hmls-details-factors-daily und www.aqr.com/library/data-sets/quality-minus-junk-factors-daily zu finden.

Rebalanzierungen

Effekte von Rebalanzierungsfrequenzen

 
Die zwei Grafiken zeigen die jeweiligen Renditen und die maximalen Verluste des Weltmarktportfolio Basis (Zeitraum 2008 bis 2015, 2008-2011 oder 2011-2015, absolut und relativ) in Abhängigkeit von der gewählten Rebalanzierungsfrequenz. Man sieht, dass häufige Rebalanzierungen nicht unbedingt zu höheren Renditen bzw. niedrigeren maximalen Verlusten führen.[1] Rebalanzierungen sind aber besonders bei kleinen Portfolios mit teilweise erheblichen Kosten verbunden. Wir haben uns daher für jährliche Rebalanzierungsprüfungen bzw. -Empfehlungen unserer Portfolios entschieden.[2]
 
 

 
 
 
Eine höhere Rebalanzierungsfrequenz führt nicht unbedingt zu besseren Kennzahlen, bringt aber höhere Kosten mit sich.

[1] Siehe z.B. Vanguard: Best practices for portfolio rebalancing, Nov. 2015
[2] Siehe auch Stichworte Rebalanzierung bzw. Rebalancing in den Dokumenten “Das Diversifikator Konzept” und „Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion“. Rebalanzierungen können von Vermögensverwaltern für ihre Kunden umgesetzt werden. Selbstentscheider und reine Beratungskunden müssen Rebalanzierungen in der Regel selbst in ihren Depots umsetzen.

In den Medien

Eric Czotscher in Der neue Finanzberater September 2016:

Mehr von der Welt in einem Portfolio. Diversifikator setzt mit ungewöhnlichem Geschäftsmodell auf Beraterkooperation.

 
“Wer die Vorteile eines Robo-Advisors nutzen, die Geldanlage für seine Kunden aber selbst umsetzen will, findet bei diversifikator.com passende Werkzeuge zur Portfoliogestaltung. …. Für Anleger mit größerem Vermögen gibt es umfassende Portfolios, die 19 Assetklassen einbeziehen und damit breiter diversifizieren als jeder andere Robo-Advisor.”

Jens Bredenbals in Fondsprofessionell online vom 3.6.2016:

Ex-Veritas-Manager startet Robo-Advisor für Berater

 
„In Frankfurt ging vor einigen Wochen ein weiterer Robo-Berater an den Start. Der Clou hier: Das Unternehmen wendet sich ausdrücklich an Berater, nicht an den Endkunden.

“Für gute Finanzplanung, Risikoeinschätzung, Portfolioselektion und Umsetzung brauchen die meisten Anleger eine professionelle Beratung”, sagt Söhnholz, der Gründer, Geschäftsführer und Alleineigentümer von Diversifikator und der Internetseite” Diversifikator.com” ist. “Wir stellen Tools, also Online-Werkzeuge, für Anleger und Berater zum “Test-It-Yourself” bereit. Und mit unserem Small-Data-Ansatz verzichten wir bewusst auf Daten von Anlegern.”
Konkret sieht die Kooperation so aus, dass freie oder bankgestützte Berater die von Söhnholz zusammengestellten Musterportfolios auf Basis von ETFs ihren Kunden weiterempfehlen. Dafür fordert der Berater vom Kunden dann die Servicegebühr in Höhe von einem Prozent p.a. des investierten Volumens ein und leitet 25 Basispunkte an Söhnholz weiter.

Sieben Musterportfolios
Das Pfund, mit dem der Lehrbeauftragte für Asset Management an der Uni Leipzig wuchern möchte, umfasst mittlerweile sieben Modellportfolios, davon vier sogenannte Weltportfolios. Diese bilden nach eigenen Angaben die aggregierte Allokation von allen Kapitalanlegern weltweit über alle Anlageklassen mit liquiden ETFs nach. Nur Anleihen, die eine geringere Rendite als die aktuelle Inflation haben, bleiben außen vor.”

Tim Habicht in Citywire online vom 1.6.2016:

Frankfurter Fintech setzt auf Kooperation mit Beratern

 
“Seit Jahresanfang gibt es ein neues Fintech am Markt, das seinen Kundenfokus hauptsächlich auf Vermögensberater legt und sich durch die Kooperation mit Beratern von anderen Fintechs unterscheiden will.
“Der Geldanlageprozess ist immer noch sehr komplex und für Kleinanleger alleine nur schwierig zu meistern“, sagt Dirk Söhnholz, Geschäftsführer von Diversifikator, im Gespräch mit Citywire Deutschland. Deswegen sollen die Portfolios des Fintechs über einen Berater an den Kunden gebracht werden.
Normale Robo-Advisor wollen den klassischen Berater überflüssig machen, so Söhnholz. „Wir hingegen setzen auf eine Kooperation mit Beratern und empfehlen unseren Kunden die Nutzung von Beratern.“

Weitere Informationsquellen

Externe Quellen

Zur Analyse von Anlagepotential (Wie viel Geld kann ich einmalig bzw. regelmäßig anlegen?) aber auch zur Frage „Wie viel Geld muss ich anlegen, um meine Lebensplanung finanzieren zu können?”, kann man bewährte – allerdings kostenpflichtige – Programme wie „Finanzmanager“ von Lexware nutzen. Diese erlauben auch die Kontoaggregation, umfassen teilweise auch Versicherungen etc.

  • Unter www.finanzblick.de findet sich ein auf den ersten Blick kostenloses bankunabhängiges Tool für gute derartige Analysen. Ob man seine finanziellen Daten in ein Online-Tool einpflegen möchte, ist jedem selbst überlassen. Wir haben nicht geprüft, ob bzw. wie Anlegerdaten kommerziell genutzt werden.
  • Unter www.finatra.de und www.dia-vorsorge.de findet man weitere Tools, die bei der Finanzplanung helfen können.
  • Zur Einschätzung der persönlichen Risikotoleranz findet sich unter www.behavioral-finance.de eine sehr gute Quelle.Auch einige der Charts unter www.portfoliocharts.com sind hilfreich für Risikoeinschätzungen diverser Allokationen.
  • Zur Asset-Allocation finden wir, wenn man Optimierungen mag, das Tool unter www.wima-auer-seitz.de hilfreich. Interessanter für die Analyse diverser Portfolioallokationen sind unseres Erachtens die Tools auf der Webseite www.portfoliovisualizer.com.
  • Zur ETF-Selektion und auch dem Vergleich von ETFs mit nicht-börsennotierten Fonds ist www.morningstar.de eine sehr gute Quelle.
  • Zur Beraterselektion kann man das BaFin Honoraranlageberaterregister verwenden oder auf www.kennstdueinen.de unter Finanzberater, Anlageberater oder Vermögensberater suchen.
  • Für die Auswahl einer Depotbank kann das Vergleichstool vom Handelsblatt genutzt werden (siehe http://wertpapiere.rechner.handelsblatt.com/rechner/handelsblatt2/schnellcheck.aspx)

Ausgewählte Publikationen

Eine umfassende Publikations- und Vortragsliste von Dirk Söhnholz finden Sie unter www.prof-soehnholz.com. Die folgenden Beiträge von Dirk Söhnholz können Sie über die anhängenden Formulare kostenlos beim Absolut Report (AR) anfordern:

 

Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios
Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios, AR Nr. 6/2014: Es wird untersucht, welche der zahlreichen ESG (Environment-, Social-, Governance) Kriterien besonders starke Auswirkungen auf Renditen bzw. Risiken von Aktienportfolios haben.

 Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios

 

Systematisierung und Diversifikation von Investmentphilosophien
Systematisierung und Diversifikation von Investmentphilosophien, AR Nr. 6/2013: Es wird eine neue Systematik von Investmentphilosophien entwickelt und gezeigt, wie wichtig solche Philosophien sein können.

 Systematisierung und Diversifikation von Investmentphilosophien

 

Systematische und prognosefreie Diversifikation
Systematische und prognosefreie Diversifikation, AR Nr. 2/2012: Es wird gezeigt, wie vollkommen systematische Allokationen über Anlageklassen auch ohne Nutzung von Prognosen erfolgreich umgesetzt werden können.

 Systematische und prognosefreie Diversifikation

 

Naive strategische Asset Allocation
Naive strategische Asset Allocation, AR Nr. 43/2008 (mit Burkert): Es wird gezeigt, dass sogar eine naive Zusatz-Allokation über mehrere Anlageklassen zu besseren Risiko-Rendite Relationen (Sharpe Ratios) führen kann, als eine Beschränkung auf nur zwei bis drei Anlageklassen.

 Naive strategische Asset Allocation

Eigene Dokumente

Unser Unternehmenskonzept sowie unser Vorgehen bei der Vermögensallokation und der ETF-Selektion haben wir in separaten Dokumenten festgehalten.
 

Das Diversifikator Konzept
Geschäftskonzept, Ziele, Anspruch, Prinzipien, Wie wir zu den Portfolios kommen, Individualisierungen, Beraterrolle, Datenschutz, verantwortliches Investieren, Faktoranalyse, Risikosteuerung, wissenschaftliche Basis und vieles mehr auf über 50 Seiten

 Das Diversifikator Konzept

 Diversifikator Zweiseiter

 

Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion
Detaillierte Informationen zu Allokationen, Index- und ETF-Selektionen und auch, was wir warum nicht in die Portfolios aufnehmen auf über 30 Seiten

 Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion

 

Das Diversifikator A-Z oder 80% anders
Von aktiv und anders bis wissenschaftlich und zukunftsorientiert in über 30 Punkten

 Das Diversifikator A-Z oder 80 Prozent anders

 

Kooperationen
Wie traditionelle Banken, Direktbanken, Versicherungen, Asset-Manager, Vermögensverwalter, Family Offices, Stiftungen, Firmen, Vermittler, Makler, unabhängige Berater und Tippgeber mit Robo-Advisors bzw. Diversifikator kooperieren können auf über 20 Seiten

 Kooperationen

 

Backtests
Es bedurfte keines Backtests oder gar einer historischen Optimierung, um die Diversifikator Portfolios zu erstellen. Um dennoch Interessenten die Möglichkeit zu geben, eine Einschätzung über die hypothetische Entwicklung der Portfolios in der Vergangenheit vorzunehmen, werden folgend Kennzahlen und Grafiken aus Backtests für die Portfolios ausgewiesen.

 Diversifikator Backtests

 

FAQ: Fragen und Antworten
Was Sie schon immer zu Diversifikator fragen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten (frei nach einem Woody Allen Filmtitel) mit über 70 Antworten

 FAQ: Alle Fragen und Antworten

 

 Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

 
 
Im Archiv finden Sie Vorgängerversionen der Dokumente zur Ansicht. Zum Archiv

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Renditen und Risikokennzahlen

1) Wieso bezeichnet Diversifikator seine Portfolios als „most passive“?

Die Bezeichnung „most passive“ ist konzeptionell und nicht mathematisch zu verstehen (s. auch „Das most-passive Anlageportfolio der Welt ist sehr attraktiv“ auf www.prof-soehnholz.com vom 21.7.2016). Wir nutzen für unsere Portfolios sogenannte passive, also indexfolgende Fonds, meist in Form von börsennotierten Exchange Traded Fonds bzw. ETFs. Die Allokation auf Anlagesegmente und die Selektion von ETFs sowie die Veränderungen im Zeitablauf folgen transparenten Regeln. Dabei ist keinerlei „Trading“ geplant sondern jede Portfolioposition soll im Idealfall möglichst lange unverändert gehalten werden. Anders als bei anderen Portfolios ist auch die Startallokation zum Portfolio transparent aus klaren Regeln abgeleitet. Die Startallokation ist bei den Diversifikator-Portfolios typischerweise vom Weltanlagekapitalstock abgeleitet, also den aggregierten Kapitalanlagen aller Investoren weltweit. Das ist unserer Ansicht nach die passivste Kapitalanlagemöglichkeit, weil sie mit den wenigsten und nur nicht-willkürlichen Regeln auskommt. 50/50 Aktien/Anleihen Portfolios sind auch sehr passiv, aber die 50/50 Allokation ist willkürlich festgelegt. Außerdem muss eine starre Allokation wie 50/50 regelmäßig auf ihre Ursprungsallokation zurückgeführt werden, weil sich einzelne Anlagen im Zeitablauf verändern. Im Weltmarktportfolio sind Rebalanzierungen nicht unbedingt nötig (und wurden für unsere Backtests auch nicht genutzt). Anleger, die genau wie das Weltmarktportfolio investiert sind, müssen theoretisch nie rebalanzieren, solange das Geld aller Anleger in den vom Portfolio abgedeckten Anlageklassen bleibt und nicht z.B. auf oder aus Cash umgeschichtet wird. Denn Verkäufe (bzw. Käufe) von einer Anlageklasse durch Anleger insgesamt führen üblicherweise zu Kurs- bzw. Preissenkungen (bzw. Steigerungen), so dass die Allokation im Weltmarktportfolio automatisch mit sinkt (bzw. steigt). Allerdings behalten wir uns eine – um Transaktionskosten gering zu halten normalerweise einmal jährliche – Adjustierung der Portfolios vor. Das liegt daran, dass es neue Erkenntnisse zu der Weltkapitalstockverteilung geben kann oder dass es zusätzliche oder bessere ETFs im Sinne unserer Regeln gibt (zum genauen Vorgehen siehe das Dokument „Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion“). Das ist vor allem für die Segmente „Alternatives“ (die in fast allen unseren Portfolios stark vertreten sind), ESG und Islamic zu erwarten. Außerdem kann es steuerliche Vorteile haben, ETFs auszutauschen (Stichwort „Tax Loss Harvesting“).

2) Wieso bietet Diversifikator Portfolios explizit für kritische Berater und Anleger an?

Unsere Portfolios wurden zunächst für uns selbst entwickelt. Wir sind kritisch in Bezug auf hohe Kosten von Kapitalanlagen, den Mehrwert von aktivem Management bzw. intensiven Handelsaktivitäten, Modellrisiken und Prognose- bzw. Modellinputs („Garbage in, Garbage out“). Wir kennen die Probleme gängiger Asset Allokations-Methoden, von Index- und ETF-Selektions- und Risikosteuerungsansätzen. Unsere Portfolios sollen daher nicht nur günstig und nachvollziehbar sondern auch möglichst robust im Sinne von unabhängig von Modellen und Inputs sein. Außerdem: Unkritische Berater und Anleger hinterfragen nicht, kritische schon. Wir wünschen uns von Beratern und Anlegern Kritik an unseren Ansätzen, damit wird diese im Sinne der Anleger weiter verbessern können (kontinuierlicher Verbesserungsprozess).

3) Welche Ziele in Bezug auf Renditen und Risiken strebt Diversifikator mit den Weltmarktportfolios an bzw. ist die Anlage in Diversifikator-Portfolios besonders rentabel und/oder besonders risikoarm?

Diese Frage kann konzeptionell und statistisch beantwortet werden:
Konzeptionell: Normalerweise sind Portfolios, die besonders rentabel sein können, auch besonders riskant. Hohe Renditen kann man oft mit besonders wenig liquiden bzw. illiquiden Anlagen erreichen. Alle drei großen Anlageziele (Hohe Rendite, niedriges Risiko, hohe Liquidität) gleichzeitig zu erreichen, ist unmöglich. Wir streben für unsere Portfolios eine hohe Liquidität bei einem mäßigem Verlustrisiko und einer attraktiven aber keiner maximierten Rendite an. Unsere Portfolios sind aus dem Weltmarktportfolio abgeleitet. Das Weltmarktportfolio repräsentiert die Anlagen aller Kapitalanleger weltweit, die zu einem großen Teil wenig liquide sind. Unsere Weltmarktportfolios werden nur mit ETFs umgesetzt, die sehr liquide sind. Das Weltmarktportfolio ist sehr robust: Wenn Anleger Geld von Aktien in Anleihen umschichten, verlieren Aktien und Anleihen gewinnen an Wert. Da sich beide Bestandteile in den Weltmarktportfolios befinden, hat der Anleger ein relativ geringes Risiko. Da die Kapitalanlagen weltweit aus demografischen Gründen und mit höherem Wohlstand weiter steigen werden, sollten Weltmarktportfolios mittelfristig an Wert gewinnen. Zu guten Renditen wollen wir auch mit unseren geringen Kosten unter anderem durch den Fokus auf ETFs beitragen.
Statistisch: Bei Portfolios mit echtem Track Record, also solchen, die es schon länger gibt, kann man die Renditen und Risiken der Vergangenheit analysieren. Dabei geht man davon aus, dass die Vergangenheit Schlüsse auf die Zukunft zulässt. Das funktioniert nur dann, wenn die Anlagestrategie nicht verändert wurde und das Anlageumfeld in der Vergangenheit repräsentativ für die Zukunft ist. Unsere Portfolios sind neu aber voll regelgebunden. Wir haben die Regeln auf die Vergangenheit angewendet und daraus Kennzahlen errechnet (siehe „Backtests“). Dabei war es uns wichtig, auch das Krisenjahr 2008 zu analysieren. Idealerweise betrachtet man auch Phasen ansteigender Zinsen. Solche Phasen liegen aber schon relativ lange zurück. Wenn man annimmt, dass unsere Rückrechnung ab 2008 repräsentativ ist, sieht man (unter „Backtests“), dass unsere Portfolios sehr attraktive Renditen bei verhältnismäßig geringen Risiken erbracht hätten (dazu siehe auch Abschnitt “Faktoranalyse”). In 2008 waren die Verluste allerdings hoch, auch wenn sie danach relativ schnell wieder aufgeholt werden konnten. Wir könnten leicht Portfolios zusammenstellen, die im Backtest bessere Kennzahlen für Renditen oder Risiken zeigen würden. Das können Interessenten sogar selbst machen (s. www.portfoliovisualizer.com). Da wir das nicht machen, sprechen wir von optimierungsfreien bzw. robusten Portfolios. Man könnte zusätzlich auch noch Szenarioanalysen oder Simulationen machen. Das sind Untersuchungen, bei denen analysiert wird, wie sich Portfolios in hypothetischen Situationen verhalten, die es so schon einmal gegeben hat oder die man sich neu ausgedacht hat. Basis für solche Analysen sind in der Regel Vergangenheitsdaten und Faktoranalysen. Da wir für unsere Portfolios meist keine allzu starken Faktorabhängigkeiten feststellen können (s. “Faktoranalyse”), bringen uns solche statistischen Analysen kaum neue Erkenntnisse. In den schwankenden ersten Monaten von 2016 haben sich unsere Portfolios jedenfalls sehr gut gehalten.

4) Warum steht auf der Webseite von Diversifikator die tagesaktuelle Performance der Portfolios ganz oben?

Wir entwickeln Portfolios für Langfristanlagen. Daher ist die tagesaktuelle Performance unwichtig für uns. Wir sehen uns auch nicht im direkten Wettbewerb mit anderen Anlagen in Bezug auf Kurzfristperformance. Aber mittel- bis langfristig sollen die Nutzer unserer Musterportfolios attraktive Performances generieren. Und vergangene Performance, auch kurzfristige, ist für viele Anleger immer noch ein wichtiger Ankerpunkt bei der Auswahl der Kapitalanlage. Wir weisen diese auch aus, weil Transparenz für uns sehr wichtig ist. Außerdem ist das die einzige Information auf unserer Webseite, neben den Berechnungsgrundlagen für die Portfolio-Downloads, die sich täglich ändert.

5) Warum berichtet Diversifikator die Performance nicht nach dem international anerkannten GIPS-Standard?

Der Internationale GIPS Standard verlangt, dass aggregierte Performancezahlen volumengewichtet werden. Aufgrund des Small-Data Ansatzes liegen Diversifikator keine verlässlichen Volumensangaben pro Portfolio vor. Diversifikator versucht aber, internationale Standards bei der Performancekalkulation zu berücksichtigen und Anlegern eine sehr gute Transparenz zu ermöglichen.

6) Warum starten die ersten Portfolios von Diversifikator am 15.2.2016 mit dem echten Trackrecord?

Die ersten Portfolios wurden Ende 2015 finalisiert und im privaten Depot von Dirk Söhnholz auch umgesetzt. Die Performance jeweils zu Tagesende berechnen wir jedoch erst seit dem 15.2.2016.

7) Mit welchen Benchmarks sollte man die Portfolios von Diversifikator vergleichen? Ist das Weltmarkportfolio nicht selbst eine Multi-Asset Benchmark?

Gute Multi-Asset Benchmarks sind schwer zu finden. Für die Weltmarktportfolios Basis und „7“ kann eine Benchmark aus 60% Aktien (z.B. ein MSCI Welt All Countries EUR ETF) und 40% Anleihen (z.B. der iShares Global Government Bond UCITS ETF, der allerdings keine Unternehmensanleihen umfasst und den es erst seit 2009 gibt) genutzt werden. Für das ESG ETF-Portfolio kann man eine 75% Aktien zu 25% Anleihe Benchmark verwenden. Bei den “50/50” Portfolios kann für die Weltmarktportfolios Basis und “7” eine Benchmark aus 30% Aktien, 20% Anleihen und 50% Cash genutzt werden und für das ESG ETF “50/50” Portfolio 37,5% Aktien, 12,5% Anleihen und 50% Cash. Für die anderen Portfolios sind 100% Aktien als Benchmark am passendsten.

8) Kann man die Diversifkator Portfolios als Benchmark für andere Portfolios nutzen?

Unserer Ansicht nach ist das Weltmarktportfolio Basis selbst eine gute Benchmark für Multi-Asset, vermögensverwaltende, gemischte und Absolut Return Fonds. Und das ESG-ETF Portfolio kann als Benchmark für ESG-Fonds genutzt werden (siehe dazu auch die Fragen und Antworten unter „Investmentphilosophie“ und die Inforamationen zum „most passive“ Ansatz von Diversifikator).

 

Anlageprozess / Nutzungstipps

1) Wie kann man seine Risikotoleranz bzw. Verlusttragfähigkeit einschätzen?

Ermitteln Sie mit www.behavioral-finance.de , wie viel Volatilität Sie aushalten können. Und nutzen Sie auch die Seite www.portfoliocharts.com. Gehen Sie unter „Portfolios“ und sehen Sie sich die Grafiken z.B. von „Classic 60-40“ (das ist grob mit unseren Weltmarkportfolios Basis und 7 vergleichen, die auch etwa 60% Aktien und 40% Anleihen enthalten) und oder auch „Total Stock Market“ an, besonders die Grafiken „Real Returns by Investing Period“. Dort kann man abhängig vom Einstiegsjahr eines Portfolios sehen, ob die Folgejahre positive oder negative Renditen gebracht hätten. Die Grafiken zeigen für die Vergangenheit für die meisten Portfolios nur sehr wenige Verlustperioden an. Allerdings sind das Kalenderjahresergebnisse und Vergangenheitsdaten sind oft kein guter Indikator für Zukunftsperformances.

2) Wie kann man Goal Based Investing (GBI), also eine ziel-abhängige Anlage, umsetzen?

Manche Berater aber auch (US-) Robo-Advisors empfehlen Goal Based Investing (GBI). Die Logik dahinter ist einleuchtend. Unterschiedliche Anlageziele wie Altersvorsorge, Hauskauf oder Urlaub erfordern unterschiedliche Anlagehorizonte. Und wenn man für kurzfristige Ziele spart, sollte man nicht so hohe Risiken eingehen, als wenn man langfristig spart. Dahinter steht die Annahme, dass Anlagemärkte kurzfristig risikoreicher sind als mittel- bis langfristig, weil Verluste nach einiger Zeit oftmals wieder aufgeholt werden. Für wichtige Ziele sollte man weniger Risiken bei der Kapitalanlage eingehen als für unwichtigere Anlageziele, damit die wichtigen Ziele möglichst sicher erreicht werden.

Was konzeptionell gut klingt, ist in der Praxis nicht so einfach umzusetzen. So sind manche der „Goals“ im Anlagebedarf und im Zeithorizont unklar. Das Haus kauft man sich vielleicht erst, wenn das Gehalt ein bestimmtes Niveau erreicht hat und man das Traumgrundstück gefunden hat. Beides kann dauern. Das nächste Problem ist die Bestimmung des akzeptablen Risikos pro Ziel. Wie viel Unterdeckung kann man sich beim Hauskauf leisten, die dann eventuell mit einer Muskelhypothek oder einem Zimmer weniger kompensiert werden müssen? Wie wird die Wahrscheinlichkeit der Unterdeckung in der Kapitalanlage berechnet? Wie verlässlich sind die Annahmen, die hinter dieser Schätzung stehen? Auch beim Goals Based Investing kommt man nicht um eine umfassende Finanzplanung herum, da die Ziele und die Einkommen bzw. Vermögen und Kreditpotentiale miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Wenn man aber eine vernünftige Finanzplanung hat, weiß man, wie viel Geld für wie lange angelegt werden sollte. Ein Goals Based Planning ist also sinnvoll. Wenn man dann seine Risikotragfähigkeit pro Goal/Ziel verlässlich einschätzen kann (z.B. mit Hilfe des Tools auf www.behavioral-finance.com, indem man dort die jeweilige Anlagesumme und den Zeithorizont pro Ziel variiert), dann hat man die nötigen Informationen für ein Goals Based Investing. Wenn man genug Anlagevolumen zur Verfügung hat, kann man entsprechend unterschiedliche Anlageportfolios pro Ziel bilden. So kann für das Eigenkapital für den Hauskauf ein Portfolio von EUR 50.000 für geplant 5 Jahre in einem Portfolio mit KIID Risikoklasse 3 angelegt werden und für die Weltreise nach der Pensionierung ein Portfolio von EUR 20.000 über 15 Jahre und der KIID Risikoklasse 5 (zur Kritik an Goal Based Investing siehe auch www.prof-soehnholz.com).

3) Warum man mindestens 3 Stunden pro Jahr und nicht nur 3 Minuten für seine Kapitalanlagen „investieren“ sollten.

Manche Robo-Advisors werben damit, dass man seine Finanzanlagen mit ihrer Hilfe in sehr kurzer Zeit komplett umsetzen kann: Es werden wenige Fragen zur Risikoneigung beantwortet, man bekommt ein Portfolio vorgeschlagen und kann, nach Angabe individueller Daten und einer Online-Identifizierung, das Portfolio mit einem weiteren „Click“ bestellen bzw. ordern. Das ist praktisch und meist kann man die Portfolios kurzfristig wieder verkaufen.

Andererseits geht es oft um viel Geld für die Anleger. Unserer Ansicht sollte man sich daher mehrere Stunden pro Jahr mit dem Thema Geldanlage beschäftigen. Das gilt besonders für die Fragen der Finanzplanung. Wie viel Geld man für wie lange anlegen kann bzw. sollte, ist nicht sehr einfach und schnell zu bestimmen. Die verhaltenswissenschaftliche Forschung zeigt, dass man sich auch mit der Bestimmung der Risikoneigung etwas Mühe geben sollte. Wenn man dann noch verstehen möchte, warum man welche Portfolios empfohlen bekommt und sich noch einen passenden Depotanbieter suchen muss, braucht man dafür Zeit. Aufgrund der Komplexität vor allem von guter Finanzplanung und z.B. auch steuerlichen Aspekten empfehlen wir, Berater hinzuzuziehen.

4) Wie kann man unterschiedliche Robo-Advisors am besten vergleichen?

Auf www.prof-soehnholz.com sind fast 20 Beurteilungs- bzw. Differenzierungskriterien aufgeführt (s. Beitrag „Deutscher Robo-Vergleich: Investmentphilosophien und viele weitere Unterschiede). Diversifikator hat den Anlageprozess bewusst nicht voll automatisiert und empfiehlt die Nutzung von Beratern (siehe dazu auch FAQ Abschnitt „Wir sind anders“).

 

Portfolioauswahl

1) Warum bietet Diversifikator nicht nur ein Weltmarktportfolio an sondern mehrere Portfolios?

Eigentlich könnte das Weltmarktportfolio Basis genügen. Allerdings enthält es 19 ETFs und ist daher nur für etwas größere Anlagesummen günstig umzusetzen. Daher haben wir das Weltmarktportfolio 7 für kleine Anlagesummen entwickelt. Wir sind ein großer Anhänger „verantwortlicher“ (s. “ESG”) Anlagen. Allerdings gibt es erst relativ wenige verantwortliche ETFs, so dass nicht alle Anlagesegmente umgesetzt werden können. Außerdem sind diese ETFs noch etwas teurer als andere ETFs. Wir haben daher als drittes ein ESG-ETF Portfolio entwickelt für Anleger, die diesen Kriterien folgen wollen. Und es gibt noch weniger ETFs, die sich an islamischen Investmentkriterien orientieren. Durch den Verzicht auf Banken und andere Finanzdienstleister und den Fokus auf Unternehmen mit niedriger Verschuldung sind islamische Portfolios aber für zahlreiche Anleger interessant. Heute gibt es zudem viele Experten, die Zinsanstiege erwarten, die zu Wertverlusten von Anleihen führen würden. Daher haben wir auch ein Weltmarktportfolio ohne „Bonds“ entwickelt. Außerdem wurden wir nach einem reinen Zusatzportfolio gefragt für Anleger, die ihre Aktien und Anleihen selbst aussuchen wollen oder nicht ändern wollen. Dafür haben wir das „Alternatives“ Portfolio entwickelt.

2) Warum fokussiert Diversifikator sich auf die Themen Weltmarktportfolio, Alternatives und ESG?

Um ein Unternehmen glaubwürdig und erfolgreich zu machen, sollte man es klar „positionieren“. Die Positionierung sollte dabei auf den Stärken aufbauen. Wir haben uns für die drei in der Frage genannten Themen festgelegt. Asset Allokation bzw. die Verteilung von Kapitalanlagen auf verschiedene Anlagesegmente beschäftigt uns seit vielen Jahren. Diese gilt als besonders wichtig für den Anlageerfolg, d.h. als wichtiger als die Verteilung auf einzelne Wertpapiere innerhalb von Anlagesegmenten.

Wir sind schon lange skeptisch in Bezug auf Optimierungen. Deren Ergebnisse hängen stark von den verwendeten Modellen und den Eingabedaten, vor allem Prognosen, ab. Naive bzw. gleichgewichtete Verteilungen über verschiedene Anlagesegmente bringen meist bessere Resultate als Optimierungen. Allerding kann es dabei zu übermäßigen Risiken kommen, wenn nämlich besonders viele sich ähnlich verhaltenen Anlagesegmente genutzt werden. Das Weltmarktportfolio bildet alle Kapitalanlagen weltweit nach und ist daher das passivste und ein ziemlich robustes Portfolio. Daher seht es bei uns am Anfang aller Allokationen.

Auch mit alternativen Anlagen beschäftigen wir uns seit vielen Jahren. Sie sind bei vielen Anlegern unterrepräsentiert im Vergleich zur Allokation im Weltmarktportfolio. Daher bilden sie unseren zweiten Schwerpunkt.

Zu ESG haben wir in den letzten Jahren einige Untersuchungen vorgenommen. So gehören wir zu den Pionieren detaillierter quantitativer Analysen. Vereinfacht kann man feststellen, dass man weder Rendite- noch Risikonachteile hat, wenn man verantwortliche statt traditioneller Aktienanlagestrategien verfolgt. Da es aus unserer Sicht bisher noch wenige attraktive deutsche ESG-Angebote gibt, bilden solche unseren dritten Angebotsschwerpunkt.

3) Bietet Diversifikator mit seinen aktuell 7 Portfolios nicht zu wenige Individualisierungsmöglichkeiten an?

Möglicherweise kann man mit den 7 Portfolios nicht alle Anlegerwünsche abdecken. Individualisierungsmöglichkeiten bieten wird allerdings schon jetzt in erheblichen Umfang an. So kann man je nach Anlageziel und disponiblem Vermögen unterschiedlichste Summen anlegen. Mit Hilfe der Beimischung von „Cash“ sind pro Portfolio grundsätzlich mehrere Risikoklassen abdeckbar. Wir zeigen zudem 5 unterschiedliche Sparplanarten auf und die Portfolios sind bei grundsätzlich allen Depotanbietern umsetzbar. Insgesamt bieten wir also umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

4) Wie kann man die Diversifikator Portfolios testen?

Zunächst kann man unsere Backtests prüfen. Da die Portfoliopositionen bekannt sind und keine bzw. nur sehr wenige Änderungen der Positionen bzw. ihrer Allokationen zueinander vorgenommen werden, kann man anhand der Positionen auch selbst nachrechnen, wie sich die Portfolios in der Vergangenheit entwickelt hätten. Außerdem kann man (kostenlose) Musterportfolios anlegen, z.B. bei Onvista, Morningstar, der Börse Frankfurt oder der Börse Stuttgart. Erst wenn man unsere Portfolios in Investmentdepots umsetzt, werden Gebühren für die Nutzung der Diversifikator-Portfolios fällig.

 

Portfolioklassifikation

1) Wieso verlangt Diversifikator keine Mindestanlagesummen aber empfiehlt für bestimmte Portfolios doch Mindestanlagen?

Unsere Portfolios sind zunächst für anspruchsvolle Anleger entwickelt worden. Aber auch Anleger, die (noch) über nicht viel Geld verfügen, sollen unsere Portfolios nutzen können. Wir selbst haben wenig Arbeit mit neuen Anlegern, da wir nicht beraten. Berater verlangen aber zu Recht Mindestanlagesummen, denn die Beratung muss sich ja auch für sie rechnen, schließlich haben sie nur eine begrenzte Stundenzahl zur Verfügung. Auch einige Depotbanken haben Mindestanforderungen, bevor Musterportfolios umgesetzt werden. Anleger sollten vorab in jedem Fall die Handelskosten der Umsetzung der Musterportfolios bei der jeweiligen Depotbank erfragen. So kann es sein, dass sich Sparpläne erst ab relativ hohen Sparraten rechnen. Bei Sparplänen ist zu beachten, dass es meist ratsam erscheint, pro Sparrate nur jeweils einen ETF zu kaufen. Dazu bietet sich der ETF an, der im Vergleich zum Musterportfolio im realen Anlegerdepot am stärksten unterrepräsentiert ist.
Auch wenn unsere Analysen zeigen, dass mindestens einmaliges Rebalancing pro Jahr sinnvoll erscheint, kann es für kleine Anlagesummen besser sein, gar kein Rebalancing vorzunehmen. Bei sogenannten Rebalancings muss der Anleger besonders darauf achten, dass die Handelskosten nicht zu hoch werden. Denn wenn wir empfehlen sollten, 10% der Anlage eines ETFs bzw. Anlagesegmentes umzuschichten, fallen darauf die typischerweise mindestens 5 EUR Transaktionskosten an. Bei einer 200 EUR Umschichtung sind 5 EUR immer noch 2,5%. Wenn eine 200 EUR Umschichtung zehn Prozent entsprechen soll, muss dieser ETF bzw. dieses Segment schon mit 2.000 EUR dotiert sein. Bei 5 ETFs im Portfolio sollte das Portfolio also 10.000 EUR umfassen. Aber auch ohne die empfohlenen Rebalanzierungen umzusetzen, sollte man bestimmte Anlagesummen besser nicht unterschreiten, weil sonst zu hohe Kosten anfallen.

2) Wie wurden die Mindestanlagen für die Portfolios hergeleitet?

Wir haben Mindestanlagesummen für unsere Portfolios berechnet. Ein Unterschreiten der angegebenen Mindestanlagebeträge kann nachteilig sein.

Da ETFs i.d.R. zu vollen Stückzahlen gekauft (und auch verkauft) werden müssen (wir geben unter „Portfolio-Details und –Downloads“ ebenfalls nur volle Stückzahlen an), kann ein hoher Kurs eines ETF bei kleinen Anlagesummen verhindern, dass die von uns empfohlenen Allokationen umgesetzt werden können.

Beispiel: Ein ETF auf europäische Aktien notiert bei 250 EUR. Der ETF soll laut Allokationsvorgabe der gewählten Strategie 10% des Portfolios ausmachen. Ein Anleger, der 1.000 EUR anlegen möchte, hat zwei Möglichkeiten. Entweder kauft er einen Anteil am ETF zu 250 EUR und damit würde dieser ETF 25% des Portfolios ausmachen (250 EUR von 1.000 EUR). Oder der Anleger verzichtet ganz auf die Anlage in diesen ETF, was ebenfalls eine deutliche Differenz zu den geplanten 10% darstellt.

Ein weiterer Nachteil des Unterschreitens von Mindestanlagebeträgen ergibt sich bei Umschichtungsempfehlungen, die üblicherweise zu Jahresende erfolgen. Wenn der oben genannte ETF bis zum Jahresende zum Beispiel um 20% im Wert steigt und andere ETFs im Wert sinken, kann die Empfehlung lauten, Teile der Anlage in dem „erfolgreichen“ ETF zu reduzieren. Wenn man dann aber nur den jetzt EUR 300 teuren ETF (250 EUR * 1,2) ganz verkaufen kann, reduziert man den Anteil im Portfolio auf 0, was wahrscheinlich nicht gewollt ist. Je größer die Anlagesumme ist und je kleiner die ETF-Kaufpreise, desto einfacher sind Allokationen und Umschichtungen. Außerdem berücksichtigen wir Kauf- und Verkaufskosten von ETFs bei der Bestimmung der empfohlenen Mindestanlagen. Bei EUR 100 Anlage in einem ETF sind – schon relativ günstige – EUR 5 Kaufkosten 5% und damit sehr hoch. Bei EUR 1.000 Anlage in einem ETF sind EUR 5 nur 0,5% und damit gut vertretbare Kaufkosten. Wenn man beim Rebalancing jedoch nur 10% des ETF im Wert von 100 EUR verkauft oder nachkauft, wäre man wieder bei hohen 5% Transaktionskosten.

Für die Bestimmung der Transaktionskosten gehen wir vom Jahr 2008 aus, in dem durch die außergewöhnlich starken Marktbewegungen und die damit versursachte höhere Zahl von Umschichtungen relativ hohe Kosten im Rahmen von Rebalanzierungen der Portfolios angefallen wären. Wir errechneten für alle Portfolios die Mindestanlagesumme, bei der die Transaktionskosten der Rebalanzierung zum Jahresende gerade noch unter 0,5% liegen. Die angenommenen Kosten entsprechen denen des im April 2016 günstigsten, dauerhaften Angebots einer Direktbank für Endanleger. Die Ergebnisse sieht man in der Spalte „Mindestanlage rechnerisch“ der Tabelle.

Da sich eine Periode wie 2008 mit ihren Auswirkungen auf Transaktionskosten nicht unbedingt genauso wiederholt, nehmen wir Adjustierungen der resultierenden Mindestanlagebeträge vor. So treffen wir die Annahme, dass eine höhere Anzahl an ETFs im Portfolio zu höheren Kosten führt. Der zweite Adjustierungsfaktor soll die Eintrittswahrscheinlichkeit von Rebalanzierungen abbilden. Diese Eintrittswahrscheinlichkeit ist umso höher, je eher die Wertentwicklungen der Anlagen in einem Portfolio voneinander abweichen. Wir treffen die Annahme, dass Anlagesegmente, die sich in ihren Rendite-Risiko-Treibern erheblich unterscheiden, stärkere Abweichungen in der Wertentwicklung aufweisen, als solche, die einer homogenen Anlagegruppe zuzuordnen sind. Dazu unterscheiden wir in bis zu sieben Gruppen von Anlagesegmenten. Die Ergebnisse sieht man in der Spalte „Mindestanlage empfohlen“ der Tabelle.

Für die RTRo-Portfolios ergeben sich so die folgenden empfohlenen Mindestanlagebeträge.

faq_mindestanlagesummen

Wenn die Allokation zu einem Portfolio mit einem Cash-Anteil kombiniert werden soll, muss der Teil, der im Portfolio angelegt werden soll, den Mindestanlagebetrag überschreiten. Haben Sie bspw. 10.000 EUR zur Verfügung, von denen Sie 3.000 EUR als Cash anlegen möchten, dann sollten die übrigen 7.000 EUR, größer sein als der angegebene Mindestanlagebetrag.

3) Wenn Depotanbieter ETF-Bruchteile umsetzen können, können unsere Minimum Investment Empfehlungen ignoriert werden?


Bei der Bestimmung sinnvoller Mindestanlagen für unsere Portfolios sind wir davon ausgegangen, dass ETFs nur „ganzteilig“ gekauft werden können. Wenn der „teuerste“ ETF im Musterportfolio also 1.000 EUR pro „Stück“ kostet und insgesamt 10% am Portfolio ausmachen soll, sollte man – stark vereinfacht – mindestens 10.000 EUR im Portfolio anlegen. Wenn man jedoch Bruchstücke an ETFs kaufen und ins Depot nehmen kann, wie das manche Depotanbieter ermöglichen, können auch sehr viel geringere Summen über mehrere ETFs gestreut werden. Mit 100 EUR kauft man in diesem Fall 1/10 Stück des o.g. ETFs. Dabei ist aber weiterhin auf die Kosten des Bruchstückkaufes zu achten. Je mehr ETFs bei einem Anbieter sparplanfähig sind, desto mehr sind meist auch anteilig erwerbbar.

4) Wie hängen KIID, SSRI, Volatilität und Risikozusammen?


Der SRRI (Synthetic Risk and Reward Indicator bzw. Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator) gibt die Volatilität bzw. die Höhe der Schwankungen eines Fonds bzw. Portfolios an. Er wird in 7 Klassen genutzt von 1 = sehr niedrige bis 7 = sehr hohe Schwankungs- bzw.und damit auch Verlustanfälligkeit. Der SRRI wird mit einer EU-weit einheitlichen Methodik ermittelt. Wir verwenden dafür die Bezeichnung KIID-Risikoklasse, wobei KIID für das zum öffentlichen Vertrieb von Publikumsfonds vorgeschriebene Key Investor Information Dokument steht. Der SRRI kann nur als ein Anhaltspunkt für Risiken bzw. Ertragschancen angesehen werden (zur Kritik siehe z.B. SRRI www.morningstar.de).

 

Umsetzung

1) Wie findet man einen geeigneten Depotanbieter?

Wir halten die Tools vom Handelsblatt bzw. Capital für sehr hilfreich (in Suchmaschinen unter „Depotbankvergleich Handelsblatt“ zu finden oder direkt über http://wertpapiere.rechner.handelsblatt.com/rechner/handelsblatt2/default.aspx). Wir empfehlen, „zur Detail Analyse“ zu gehen. Dort kann man seine gewünschten Kriterien eingeben. Für das Weltmarktportfolio 7 können das z.B. sein: 7 Orders pro Jahr, 100% Online, keine Limitorder, keine Limitänderungen, keine Fondssparpläne und nur Handel von ETFs.

Zusätzlich müssen individuell das erwartete durchschnittliches Ordervolumen (Bei EUR 700 pro Jahr insgesamt also EUR 100) und das geschätzte Depotvolumen (gesamter Anlagebetrag) angegeben werden. Nach Eingabe der Kriterien kann man sich eine Liste von Depotanbietern anzeigen lassen, die nach Höhe der Gesamtkosten aufgelistet werden. Nach Anklicken des interessierenden Anbieters erhält man eine Beschreibung, u.a. den Produktnamen, den man sich merken sollte. Neben den Kosten sollte man aber auch auf weitere Kriterien achten. So ist es wichtig, dass man über den gewählten Depotanbieter auch alle ETFs kaufen kann, die man im Depot haben möchte. Die Angebotspalette des Produktes/Anbieter sollte den Handel mit allen börsennotierten (oder Xetra) ETFs ermöglichen. Wir empfehlen außerdem einen Anbieter zu wählen, welcher der deutschen oder einer vergleichbaren Bankenregulierung unterliegt. Eine Liste der Anbieter mit voller Banklizenz in Deutschland erhält man auf der Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Liste/Unternehmensdatenbank/dl_li_ki_gesamt.html). Manche Banken bieten heute schon ein sogenanntes Video-Identifizierungsverfahren an, bei dem eine Depoteröffnung online und schnell erfolgen kann und Sie nicht mehr zur Bank oder Post zur Identifikation gehen müssen. Ob das der Fall ist, kann man aber erst auf der Webseite des Anbieters feststellen. Nach der Anbieterwahl führt man alle nötigen Schritte zur Eröffnung des Depots durch. Dabei ist der Produktname aus der Depotbankselektion zu beachten, aber auch Sonderaktionen der Bank können interessant sein. Letztere werden bei Online-Depotkostenvergleichen nicht immer berücksichtigt.

2) Wie kann man ETF-Sparpläne umsetzen?

Für die von uns entwickelten Portfolios gibt es noch keine standardisierten Sparpläne von Depotbanken. Sparpläne mit unseren Produkten müssen daher „manuell“ umgesetzt werden. Am einfachsten und günstigsten ist es, wenn man mit der jeweiligen Sparrate jeden Monat einen ETF des gewünschten Portfolios kauft. Beim Weltmarktportfolio 7 kann man z.B. mit dem Weltaktien-ETF anfangen. Erst im achten Handelsmonat kauft man mit seiner Rate dann wiederum diesen ETF dazu.

3) Was ist beim ETF-Handel zu beachten?

Wenn das Depot eröffnet ist, kann man die gewählten ETFs kaufen. ETFs sind börsennotierte Fonds, deren Preise auch tagsüber schwanken können. Wir empfehlen, Order möglichst nur an relativ ruhigen Börsentagen aufzugeben (Indikator: Der DAX hat am Vortag oder am selben Tage weniger als 0,5% gewonnen oder verloren). Dann braucht man auch keine Limitorder zu verwenden (zu diesem und weiteren börsenspezifischen Begriffen siehe z.B.: http://www.boerse-frankfurt.de/boersenlexikon/Limit). Als Börsenplatz sind alle deutschen Börsen geeignet, dazu gehört auch Xetra.

 

Allokationen

1) Welche Rollen spielen Anleihen in den Portfolios von Diversifikator?

Viele Experten erwarten schon seit vielen Jahren einen Zinsanstieg. Ein solcher würde zu erheblichen Kursverlusten von Anleihen führen können. Die erwarteten Zinsen sind heute sogar für schlechte Kreditbonitäten und lange Laufzeiten sehr niedrig. Ein Zinsanstieg ist daher inzwischen durchaus wahrscheinlich. Anleihen können daher kaum noch die große erfolgreiche Rolle spielen, die sie in den letzten Jahren hatten. Wir nehmen grundsätzlich nur Anlagen ins Portfolio, die eine positive Realrendite erwarten lassen. Deshalb findet man z.B. kein Gold in unseren Portfolios und auch keine Anlagesegmente wie Währungen oder „Volatilität“. Anleihen mit Zinsen unterhalb der aktuellen Inflation sind ebenfalls nicht bei uns im Portfolio. Wir sehen diese auch nicht als sogenannte sichere Anlagen an, da sie ja alle Ausfallrisiken haben. Nur „Cash“ bei guten Banken sehen wir als sichere Anlage an. Da die Inflation sehr niedrig ist, sind die Opportunitätskosten von Cash gegenüber kurzfristigen Rentenanlagen derzeit sehr gering.

2) Wie kann man die Rendite- und Risikoeffekte unterschiedlicher Asset-Allokationen selbst testen?

Gehen Sie auf die Internetseite www.portfoliovisualizer.com und dann auf die Unterseite „Backtest Asset Allocation“ (diese befindet sich unter der Überschrift „Backtest Portfolio“). Nutzen Sie den Modus „Advanced“. Machen Sie die Eingaben wie angefragt: Testen Sie zum Beispiel unterschiedliche Perioden (z.B. 1972 bis 2015 oder die letzten fünf Jahre von 2011 bis 2015, um den Effekt ohne die Finanzkrise von 2008 zu sehen). Und testen Sie unterschiedliche Allokationen, z.B. 50% Total Bonds, 25% US Stock Market und 25% International Stock Market. Mit „Analyze Portfolios“ erhalten Sie z.B. Rendite (7,7%), Sharpe Ratio (0,46; Indikator für risikoadjustierte Rendite) und Volatilität (10,6%, entspricht Standard Deviation) für 1972-2015 und 2011-2015 (4,6%; 0,76 und 6,2%). Über „Custom“ kann man z.B. ein mit ETFs nachgebildetes Yale Portfolio (David Swensen Yale Endowment) wählen und erhält so für 1972-2015 vergleichbare Werte wie für die oben aufgeführte Allokation, die jedoch in 2011-2015 wesentlich besser sind (nach Sharpe Ratio).
Unsere Allokationen der Weltmarktportfolios bzw. des ETF-ESG Portfolios sind mit dem Portfolio Visualizer leider nicht direkt nachbildbar, u.a. weil der Portfolio Visualizer auf US-Dollar Anlagen aufbaut und z.B. Infrastruktur bzw. Agrar-/Farmaktien nicht als Segmente vertreten sind. Außerdem handelt es sich bei den Portfolio Visualizer Daten um jährliche Daten. Mit täglichen bzw. monatlichen Daten und EUR-Währung können andere Ergebnisse herauskommen. Trotzdem erhält man mit dem Portfolio Visualizer unseres Erachtens einen guten Eindruck über die Möglichkeiten und Grenzen von Diversifikationen. So zeigen auch die besten Portfolios oft große zwischenzeitliche Verluste.

3) Wie erfolgen Änderungen an Musterportfolios von Diversifikator?

Musterportfolios sollen relativ selten geändert werden, da das Umsetzen von Veränderungen in „echten“ Depots mit Handelskosten verbunden ist. Wir versuchen daher möglichst nur einmal zu Jahresende Veränderungen an den Musterdepots vorzunehmen und auch den Umfang der Veränderungen gering zu halten. Änderungen kann es vor allem aus folgenden Gründen geben:

  • Es gibt verbesserte Analysen der Weltmarkt-Kapitalanlage (reales „Weltmarktportfolio“), die zu Änderungen unserer Allokationen zu Anlagesegmenten führen.
  • ETFs werden eingestellt oder mit anderen ETFs verschmolzen.
  • Es gibt neue ETFs, welche die in den Portfolios vorhandenen Anlagesegmente besser bzw. günstiger abdecken.

Wir werden uns bemühen, Portfolioänderungen und die Begründungen für Änderungen mindestens zwei Wochen vor Implementierung an die News-Abonnenten zu kommunizieren. Obwohl wir möglichst regelbasiert arbeiten, legen wir vorab bewusst kein Datum für die Änderung von Musterportfolios, wie „immer am 15.11. eines Jahres“, fest. So wollen wir das Risiko reduzieren, dass diese Information von Marktteilnehmern zum Schaden der Nutzer von Musterportfolios verwendet werden kann.

Unterschiedliche Implementierungszeitpunkte von Portfolioänderungen können zu Abweichungen der Musterportfolio-Performance von der Performance von Anlegerdepots führen. Auch unterschiedliche Kosten und Gebühren können zu Unterschieden führen. Abweichungen wird es vor allem bei Sparplanportfolios geben, da diese monatlich meist nur in einen zusätzlichen ETF allokiert werden und, je nach Startzeitpunkt und Sparrate, auch untereinander erheblich abweichen können.

4) Wie kommt Diversifikator im Weltmarktportfolio 7 zu den regionalen Allokationen?

Grund für die hohe europäische Anleihe-Allokation im 7er Portfolio ist zunächst, dass es keine ETFs gibt, die unsere Kriterien erfüllen und zusätzlich alle Anleiheklassen weltweit abdecken. Daher wurde festgelegt, dass bei einem auf wenige ETFs konzentrierten Portfolio die vor allem für die Portfolio-Sicherheit wichtigen Anleihen möglichst wenig Währungsrisiko enthalten sollten und daher überwiegend aus dem EURO-Raum stammen sollten. Als Kompensation wurde der Europa-Anteil an den anderen Anlagen entsprechend reduziert. Details dazu finden Sie in „Diversifikator Asset Allokation und ETF Selektion“.

5) Warum wird auch ein Weltmarktportfolio „Stars“ angeboten?

Unsere Portfolios haben nur einen kurzen Track-Record (echte Vergangenheitsperformance). Da wir klare und transparente Regeln für die Portfoliozusammenstellung haben, kann man unsere Backtests gut nachvollziehen. Manche Anleger legen aber viel Wert auf einen guten echten Track Record der Vergangenheit und auf unabhängige Beurteilungen. In das Weltmarktportfolio „Stars“ werden nur ETFs aufgenommen, die ein besonders gutes Rating einer anerkannten Fondsratingagentur haben. Das genutzte Rating verwendet die Kriterien Kosten und risikoangepasste Rendite . Ratings sind vergangenheitsbezogen und abhängig von der gewählten Vergleichsgruppe. Die Beschränkung auf Fonds mit Top-Ratings führt zudem dazu, dass zum Start des Portfolios für ein Anlagesegment kein ETF mit Top-Rating gefunden wurde und dieses Segment daher zunächst nicht im Portfolio vertreten ist.

6) Warum bietet Diversifikator mit dem „7 ex Bonds“ ein Weltmarktportfolio ohne Anleihen an?

Wir wissen nicht, wie sich Zinsen oder die davon abhängigen Kurse von Anleihen entwickeln werden. Aber es gibt Anleger, die einen Zinsanstieg erwarten. Das würde zu sinkenden Anleihekursen und damit zu Kursrückgängen von Anleihen führen. Außerdem gibt es Anleger, die Anleihen selbst selektieren aber welche die Anlage anderer Anlageklassen extern vergeben. Das Weltmarktportfolio ohne Anleihen ist für solche Anleger entwickelt worden.

7) Warum bietet Diversifikator ein islamisches Portfolio an?

Islamische Portfolios sind für uns zunächst verantwortliche Portfolios. Die beiden selektierten ETFs basieren auf Islamischen Indizes von MSCI. Diese schließen Unternehmen aus, die mehr als 5% Umsatz mit Alkohol, Tabak, “Schweine-Produkten”, Finanzdienstleistungen, Waffen, Glücksspielen, Musik, Hotels, Kino bzw. Erwachsenenunterhaltung machen. Außerdem werden nur relativ niedrig konventionell-verschuldete Unternehmen aufgenommen. Es gibt inzwischen bereits ziemlich viele Deutsche und hier ansässige Ausländer, die gerne nach islamischen Prinzipien anlegen möchten. Aufgrund des geringen Angebotes islamischer steuereffizienter ETFs haben wir auch sogenannte aktive islamische Fonds analysiert. Wir haben aber keine Fonds gefunden, die eine weitere sinnvolle Diversifikation des Portfolios mit vertretbaren Kosten ermöglicht.

In den beiden selektierten ETFs sind aber Anfang 2016 immerhin ca. 800 Aktien vertreten. Eine so breit gestreute und kostengünstige islamische Anlage wird unseres Wissens in Deutschland bisher noch nicht angeboten.

8) Warum bietet Diversifikator auch ein reines „Alternatives“ Portfolio an?

Wir bezeichnen das Portfolio als Zusatz oder Add-On Portfolio im Gegensatz zu unseren Allokations-Portfolios, die über mehr Anlagesegmente diversifiziert sind. Immobilien-, Infrastruktur-, Rohstoff, Agrar- und Private Equity Aktien sind in vielen Portfolios nur wenig oder gar nicht vertreten. Sie gelten bei manchen sogenannten Anlage-Profis oft als zu risikoreich. Weltweit ist aber viel Geld in Immobilien, Infrastruktur, Land, Forst und nicht-börsennotierte Unternehmen angelegt. Mit den von uns selektieren ETFs kann man zumindest teilweise mit liquiden, relativ kostengünstigen und voll regulierten Fonds an der Wertentwicklung dieser Segmente teilhaben. Mit der Separierung aus dem Weltmarktportfolio wollen wir auf die attraktiven Rendite und Risikocharakteristika dieser Segmente hinweisen. Außerdem bieten wir Anlegern, die mit ihren klassischen Aktien- und Anleiheanlagen zufrieden sind und sich daher nicht für unsere umfassenden Weltmarktportfolios interessieren, die Möglichkeit der einfachen und kostengünstigen Diversifikation in diese attraktiven Segmente.

9) Manche ETF-Arten, z.B. synthetische ETFs, werden kritisch gesehen. Was meint Diversifikator dazu?

Wir sind nicht dogmatisch. Manche Marktsegmente kann man mit sogenannten synthetischen ETFs, die Derivate einsetzen, besser abdecken als mit sogenannten physischen ETFs. Manche synthetischen ETFs haben zudem steuerliche Vorteile gegenüber anderen ETFs. Die meisten physischen ETFs verleihen Portfoliobestandteile, weil sie damit Zusatzerträge generieren können. Manche physischen ETFs kaufen aus Kostengründen nicht alle Titel eines Index sondern nur ausgewählte, was zu Abweichungen der Performance vom Index führen kann, die in dieser Form beim synthetischen ETF nicht auftreten sollten. Eine Wertpapierleihe ist auch nicht ohne Risiko. Derivatenutzung und Wertpapierleihe findet man auch bei sogenannten “aktiven” Fonds. ETFs sind aber üblicherweise erheblich günstiger als aktive Fonds. ETFs werden auch kritisiert, weil sie in Krisen zumindest kurzfristig erheblich von den ihnen zu Grunde liegenden Indizes abweichen können (Stichwort auch “Flash-Crash”). Wir halten die Risiken in den von uns selektierten ETFs für begrenzt, zumal wir die ETFs als Anlagevehikel empfehlen und nicht für kurzfristiges Trading. Daher spielt bei unserer Selektion auch Größe/Volumen bzw. Liquidität keine so große Rolle wie bei handelsorientierten Portfolios. Wir beobachten die ETF-Anbieter und falls sich Probleme bei Produkten oder Anbietern zeigen, werden wir unsere Empfehlungen zu den ETFs entsprechend überprüfen bzw. ändern.

10) Wie unterscheidet sich das Diversifikator-„Produktangebot“ von dem Angebot von Online Plattformen, Pools und Banken?

Wir bieten nur Musterportfolios an. Wir bieten keine „Me-Too“ Portfolios an, wie es einige Anbieter mit ihren 30/70, 50/50 und 70/30 Anleihe/Aktienportfolios machen. Wir entwickeln aber auch keine sehr annahmeabhängigen pseudo-optimierten Portfolios, die sich auf wissenschaftliche Basis berufen. Klassische diskretionäre bzw. „aktiv gemanagte“ Portfolios wird man auch nicht bei uns finden. Unsere Portfolios sind robust und möglichst einfach, aber nicht simpel. Und sie werden systematisch hergeleitet, kontinuierlich überwacht und transparent weiterentwickelt.
Hinzu kommen liquide Zugänge über börsennotierte Vehikel – überwiegend Aktien-ETFs – zu Immobilien, Infrastruktur, Rohstoffen, Private Equity, aber auch inflationsgesicherten und Wandelanleihen und mehr. Solche Anlagen werden von vielen Investoren bisher vernachlässigt.

11) Was für ein Risikomanagement nutzt bzw. liefert Diversifikator?

Unser Risikomanagement besteht bisher vor allem darin, dass wir besonders diversifizierte Portfolios erstellen. Dabei achten wir bei unseren ETF-Portfolios vor allem auf eine konzeptionell hohe Diversifikation und nutzen Faktoranalysen zur Überprüfung der Diversifikationseigenschaften. Anlegerbezogen besteht das Risikomanagement vor allem darin, dass wir empfehlen, unsere Renditeportfolios mit Cash zu kombinieren. Bei geringer Risikotragfähigkeit, die z.B. mit dem von Diversifikator unabhängigen Tool auf www.behavioral-finance.com bestimmt werden kann, sollten Anleger mehr Cash halten. Da wir überzeugt sind, dass dieses Vorgehen in den meisten Fällen ausreichen sollte, um die Anlegerziele zu erreichen, haben wir keine Eile, weitere Risikomanagementsysteme einzuführen.
Das Problem der meisten Risikomanagementsysteme ist aus unserer Sicht, dass Risiken der Vergangenheit gemessen werden. Viele globale Aktienportfolios aus den Jahren 2009 bis heute erscheinen dabei recht risikoarm, weil es keine globale Aktienmarktkrise gab. Anleiheportfolios der letzten Jahre erscheinen besonders risikoarm, weil die Anleihekurse fast immer mehr oder weniger stark gestiegen sind, da die Zinsen gesunken sind. Sehr viele Risikomodelle arbeiten mit Prognosen. Diese basieren auf Vergangenheitsdaten und/oder komplexen Modellen und/oder individuellen Einschätzungen. Ein solches Vorgehen ist sehr fehleranfällig, wie man an der überwiegend schlechten Performance von sogenannten risikogesteuerten Portfolios Anfang 2016 feststellen konnte (siehe dazu z.B. QAP Analytic Solutions GmbH, QAP Rückblick 1. Quartal 2016 vom 19.4.2016).
Institutionelle Anleger werden allerdings weiter solche Modelle verwenden, da sie zahlreiche Auflagen einhalten müssen und stark an Verlusten zum jeweiligen Jahresende gemessen werden. Privatanleger können jedoch bei einem Anlagehorizont, der mehrere Marktphasen umfasst, meist auf ein Risikomanagementsystem und die damit verbundenen direkten oder indirekten Kosten (in Form von Renditereduktion gegenüber vergleichbaren Anlagen ohne Risikosteuerung) verzichten. Allerdings werden wir bewährte Risikosignale für die von uns entwickelten Portfolios testen und den an einer zusätzlichen Risikosteuerung interessierten Anlegern auch anbieten.

12) Wie geht Diversifikator bei der geplanten Entwicklung der Risikosteuerungssignale vor?

Aufgrund anderer Prioritäten haben wir damit noch nicht begonnen. Aber hier ist unser Plan: Zunächst haben wir die Anforderungen definiert. Auch dabei stehen Regelbasierung, Transparenz und Robustheit im Vordergrund. So möchten wir Folgendes erreichen: Hoher Nutzen für ETF-Vermögensverwaltungsportfolios, vor allem das WMP 7 und das ESG-ETF Portfolio. Das bedeutet, dass geringe Handelskosten eine sehr wichtige Rolle spielen. Ziel ist es, eine Risikoreduktion des jeweiligen Portfolios zu erreichen, bei trotzdem noch attraktiver Rendite. Das heißt, die Sharpe Ratio sollte sich nur unwesentlich zum Nachteil des Anlegers verringern. Das bedeutet aber auch, dass die Rendite des Portfolios mit Signalimplementierung besonders in guten Marktphasen hinter der Rendite des Portfolios ohne Signale zurückbleiben wird. Wir bemühen uns dabei um einfache und bewährte Regeln und testen zunächst die Regeln, die unter www.portfoliovisualizer.com unter dem Punkt „Timing Models“ aufgeführt sind bzw. die Regeln, die Faber verwendet (s. www.mebfaber.com unter „Timing Model“). Die Anwendung der Regeln sollte zu wenigen ETF- Verkaufs- bzw. Kaufsignalen führen, idealerweise maximal in Höhe der Anzahl der ETFs im Portfolio pro Jahr. Wenn damit das Ziel erreicht wird, für die meisten betrachteten Multi-Jahres Perioden, bei denen die Kapitalmärkte sich nicht nur in eine Richtung entwickeln, bei geringeren maximalen Verlusten eine vergleichbare Sharpe Ratio zu erzielen, endet unsere Suche nach geeigneten Risikosignalen.
Im Idealfall können die gleichen Signale für das WMP 7 und das ESG-ETF Portfolio verwendet werden. Für das WMP 19 bzw. Basis spielen Handelskosten eine geringere Rolle, weil wir davon ausgehen, dass dieses Portfolio nur für größere Anlagesummen genutzt wird. In dem Fall sollten Handelskosten, die bei vielen Depotbanken nicht volumensabhängig sondern vom Betrag her begrenzt sind, eine geringere Rolle spielen. Außerdem erwarten wir, dass das WMP 19 bzw. Basis auch in einem Fondsmantel umgesetzt wird. Da professionelle Fondsmanager bessere Handelskonditionen haben bzw. Orders/Trades mit anderen Portfolios bündeln können, können für dieses Portfolio häufiger auftretende Signale verwendet werden. Die Basis der Signale kann dann eine andere sein als beim WMP 7 oder ESG-ETF Portfolio.

13) Was halten Sie von garantierten Produkten?

Garantien kosten Geld, ähnlich wie Versicherungen. Dabei verzichtet man explizit oder implizit auf Renditechancen. Garantien werden oft nach Krisen nachgefragt, wenn sie besonders teuer sind. Für Anleger mit einem Anlagehorizont über zehn Jahren (siehe dazu die Verluste diverser Anlagestrategien unter www.portfoliocharts.com), diversifizierten Anlageportfolios und ausreichend Vermögen, Verluste tragen zu können, sind unseres Erachtens in der Regel keine Garantien nötig.

 

Portfolios

1) Welche Portfolios hat Diversifikator getestet und nicht online gestellt?

Die ersten sieben von uns konzipierten Portfolios sind online bzw. live gestellt und zwar ohne Optimierungen vorzunehmen. Das heißt, wir haben zwar ausgerechnet, wie sich die Portfolios in der Vergangenheit entwickelt hätten („Backtest“ oder „Rückrechnung“), aber wir haben keine Änderungen an den Portfolios vorgenommen, weil sie mit diesen Änderungen vielleicht eine bessere vergangene Rendite oder weniger Risiko erreicht hätten. Wir stellen immer zunächst Asset Allokations- und ETF- bzw. Wertpapier-Selektionsregeln auf, bevor wir Portfolios zusammenstellen. Wenn diese Portfolios uns konzeptionell nicht überzeugen, weil sie z.B. nicht diversifiziert genug sind, analysieren wir gar nicht erst, wie sie in der Vergangenheit rentiert hätten. Allerding werden wir künftig vermutlich einige unserer Ideen nach einem Test der zurückgerechneten Performance verwerfen. Denn wenn Portfolios zwar konzeptionell interessant erscheinen, aber in der Vergangenheit nicht gut funktioniert hätten, nehmen wir nicht an, dass sich das in der Zukunft ändert, denn wir nutzen ja keinerlei Prognosen.

Inzwischen haben wir mehrere Portfolios geprüft aber nicht umgesetzt.

  • So haben wir versucht, das Weltmarktportfolio Basis mit Vanguard ETFs bzw. Indexfonds nachzubilden. Die ETFs und Fonds von Vanguard gelten als besonders kostengünstig und etliche sind inzwischen auch für deutsche Anleger steuereffizient erwerbbar. Der Nachteil ist, dass teilweise erhebliche Mindestinvestments nötig sind. Unsere Analyse hat ergeben, dass nur gut 60% des WMP über Vanguard ETFs verfügbar sind, so dass wir diese Portfolio-Idee aktuell nicht weiter verfolgen.
  • Weiterhin haben wir geprüft, inwieweit das Weltmarktportfolio Basis mit iShares ETF abzudecken ist. iShares ist der größte ETF Anbieter und es gibt Banken und Vermögensverwalter bzw. Berater, die gerne nur mit einem ETF-Anbieter kooperieren wollen. Die Umsetzung des WMP Basis nur mit iShares ETFs ist fast komplett möglich. Allerdings entsprechen nicht alle ETFs unseren Idealanforderungen und die Kosten eines solchen Portfolios wären höher, als sie es bei unserem Weltmarktportfolio Basis sind.
  • Wir haben auch geprüft, inwieweit ein am Weltmarktportfolio orientiertes Smart Beta Portfolio attraktiv sein kann. Smart Beta steht für regelbasierte Anlagestrategie, die von Kapitalgewichtungen abweichen. Oft wird auf eine erwartete Outperformance einzelner Faktoren wie Low Risk, Value oder Small Cap gesetzt. Da wir nicht wissen, welche Faktoren künftig besonders gut rentieren werden, haben wir einen anderen Ansatz gewählt. So kann man feststellen, dass kapitalgewichtete Indizes sehr oft geringere Renditen aufweisen als andere Indexgewichtungsmethoden. Wir haben daher versucht, das WMP Basis mit ETFs nachzubilden, die keine Kapitalgewichtung nutzen. Dabei kamen wir im Mai 2016 nur auf eine Abdeckung von knapp 50% des WMP, so dass wir diese Idee zurzeit nicht weiter verfolgen.
  • Für Kritiker an sogenannten synthetischen ETFs, also ETFs, die Derivate bzw. Swaps einsetzen, um die Indexziele zu erreichen, haben wir das Weltmarktportfolio Basis mit nicht-synthetischen ETFs nachgebildet. Damit können wir das WMP Basis zu 90% nachbilden. Allerdings werden dann unsere Idealanforderungen an Indizes bzw. ETFs nicht alle erfüllt. Dieses Portfolio stellen wir Anlegern, die sich dafür interessieren, gerne zu den gleichen Konditionen wie unsere anderen Musterportfolios zur Verfügung.

2) Welche Portfolios kann Diversifikator noch anbieten?

Für Partner können wir gerne weitere Portfolios entwickeln. Dabei präferieren wir regelbasierte, robuste und transparente nicht-optimierte Portfolios. Dazu haben wir auch eine Reihe von attraktiven Ideen, die unseres Wissens bisher in Deutschland auch noch nicht angeboten werden.

3) Kann man seine reale Portfoliozusammensetzung jederzeit ändern?

Wir liefern nur Musterportfolios. Diese Vorlagen können von Interessenten bzw. ihren Beratern jederzeit nach Belieben geändert werden und entsprechend individuell in den jeweiligen Depots umgesetzt werden. Solange die implementierten Portfolios sich an unseren Musterportfolios orientieren, erwarten wir aber, dass wir für die Nutzung unserer Ideen auch adäquat honoriert werden.

 

Wer wir sind

1) Wie sicher ist die Anlage und was passiert bei einer Einstellung der Aktivitäten von Diversifikator?

Wir nehmen keine Einlagen an. Die Sicherheit der Einlagen hängt von der Sicherheit der genutzten Depotbank ab. Insbesondere bei deutschen Depotbanken sollte eine hohe Sicherheit gegeben sein. Wenn man unseren Musterportfolios folgt, erfolgt die Anlage in ETFs, also regulierten Fonds. Das sind Sondervermögen, die als solche sicher sind, aber deren Wertentwicklung natürlich von den Inhalten der Fonds abhängt. So werden die Einlagen oft nicht 1-1 in die Wertpapiere des dem ETF zu Grunde liegenden Index investiert, sondern nur in repräsentativ ausgewählte Indexkomponenten („Sampling“), oder es werden Derivate genutzt, welche die Indexentwicklung nachbilden sollen (Derivate- bzw. Swap-basierte ETFs). Bei den derivatebasierten ETFs gibt es unter Umständen derivateabhängige bzw. Gegenpartei-abhängige Risiken und bei den anderen ETFs gibt es meist Risiken aus Wertpapierleihe. Beide Risiken halten wir aktuell allerdings für relativ gering in Bezug auf die ETFs in unseren Musterportfolios. Und die ETFs können grundsätzlich (außer bei höherer Gewalt bzw. gewaltigen Marktstörungen) typischerweise jederzeit verkauft werden, daher sind die Risiken für Anleger aus unserer Sicht insgesamt relativ gering.
Bei Insolvenz von Diversifikator oder der Depotbank sind die Wertpapiere des Anlegers nicht direkt betroffen, weil sie sich in Sondervermögen befinden. Es kann im Falle einer Insolvenz der Depotbank aber etwas dauern, bis der Anleger wieder Zugriff auf seine Wertpapiere hat. Eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von Dirk Söhnholz (die einzige sogenannte Schlüsselperson von Diversifikator) hat keinerlei Auswirkungen auf die Anlagen, die den Musterportfolios folgen. Die Signalkommunikation bzw. die Weiterentwicklung der Portfolios wird in dem Fall anderweitig sichergestellt oder eingestellt.

2) Ist Diversifikator nicht zu klein, um von seriösen Kooperationspartnern akzeptiert zu werden?

Diversifikator ist klein, und das ist auch gut so (frei nach Klaus Wowereit). Klein sein heißt, schnelle Entscheidungen treffen zu können. Da wir vieles nicht selbst machen, können wir uns jeweils „die besten“ externen Partner suchen. Große Robo-Advisors generieren meist auch große Verluste, wir nicht. Diversifikator hat keine externen Anteilseigner und nutzt keine Fremdfinanzierung. Daher ist unsere Überlebenswahrscheinlichkeit sehr hoch. Alle unsere Portfolios und Prozesse sind regelbasiert und detailliert dokumentiert und unter „Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion“ veröffentlicht. Eine Zusammenarbeit mit uns ist also ziemlich risikolos.

 

Wir sind anders

1) Wieso bezeichnet Diversifikator sich als 80% anders?

Das gilt vor allem für die eigenen Portfolios, die wir anbieten werden. Die meisten Portfolios anderer Anbieter werden entweder diskretionär – also abhängig von zahlreichen individuellen bzw. Teamentscheidungen – oder quantitativ und prognosebasiert gemanagt. Unsere Portfolios sind komplett regelbasiert aber trotzdem prognosefrei, weil gute Einzelprognosen schon schwierig sind. Vielfältige gute Prognosen, die für Optimierungen meist nötig sind, sind aus unserer Sicht fast unmöglich. Außerdem sind wir sehr transparent, sehr kostengünstig, researchbasiert, haben einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess etc. Das ist ganz überwiegend anders als bei klassischen Produktanbietern. Aber natürlich kochen auch wir nur mit Wasser, wie es so schön heißt. 80% anders ist aus unserer Sicht eine gute Schätzung.

2) Wieso ist Transparenz so wichtig für Diversifikator?

Berater und Anleger sollten im besten Fall vorhersehen könne, wie sich ihre Portfolios in bestimmten Marktphasen verhalten. Wenn Portfoliomanager keine klaren Regeln haben, nach denen sie agieren, oder wenn die Regeln den Anlegern gegenüber nicht transparent gemacht werden, ist das unmöglich. Daher ist vor allem Regeltransparenz so wichtig.

3) Hat Diversifikator bei so viel Transparenz keine Angst vor Kopierern?

Nicht wirklich. Unsere Portfolios sind z.B. mit ihren hohen Anteilen an „alternativen“ ETFs sehr viel anders als die meisten uns bekannten Fonds bzw. Dachfonds. Damit haben sie auch einen hohen Wiedererkennungswert. Kopierer können daher grundsätzlich schnell identifiziert werden.
Außerdem sind wir sehr günstig, man kann also nicht viel einsparen, wenn man uns kopiert ohne uns zu bezahlen. Ärgerlicher ist es, wenn ein Kunde sich beraten lässt und dann unsere Portfolios umsetzt, ohne den Berater zu honorieren. Insgesamt vertrauen wir darauf, dass die Kunden bzw. Berater, die unsere Vorschläge verwenden, uns dafür auch bezahlen werden.

4) Wieso bezeichnet sich Diversifikator als unabhängig?

Inzwischen ist der Unabhängigkeitsbegriff sogar regulatorisch verankert, z.B. in Bezug auf die sogenannte Honorar(finanz)anlageberatung. Wir bieten keine Anlageberatung an, aber die regulatorisch verwendete Unabhängigkeitsdefinition ist hilfreich. Danach erfordert Unabhängigkeit umfangreiche Marktanalysen, die wir für ETFs durchführen. In unseren Portfolios können grundsätzlich alle liquiden Wertpapiere verwendet werden, völlig unabhängig von deren Anbietern. Wir nehmen keinerlei Provisionen von Produktanbietern an. Da wir keine aktiv gemangten Fonds einsetzen , sind wir auch unabhängig von einzelnen Portfoliomanagern. Wir sind nicht an Beraterorganisationen oder Vertriebe gebunden. Wir binden uns nicht an eine Depotbank, sondern sind offen für die Zusammenarbeit mit allen seriösen Banken. Für bestimmte Services, die eine Regulierung erfordern, binden wir uns allerdings an ein Haftungsdach. Darin sehen wir aber keine Reduktion unserer Unabhängigkeit, zumal wir das Haftungsdach bei Bedarf wechseln können. Wir sind außerdem völlig unabhängig von Prognosen jeder Art und auch von allen Optimierungsmodellen. Aus unserer Sicht sind unsere Portfolios damit eine sehr gute Basis für unabhängige Investments bzw. unabhängige Beratung.

5) Was meinen Sie, wenn Sie von dialektischem Ansatz sprechen?

Dialektik ist eine interessante Diskussionsmethode. Eine These steht einer Antithese gegenüber. Die Synthese aus diesen beiden soll zu besseren Erkenntnissen führen. Wir halten es für wichtig, klassische Thesen der Geldanlage zu hinterfragen. Das kann zu besseren Ergebnissen für Anleger führen. So gelten auch heute noch gute Prognosen als Erfolgsvoraussetzung für gute Geldanlagen. Unserer Ansicht nach heißt es aber richtig, dass Prognosen schwierig sind, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Wir halten auch nichts von klassischen Optimierungen, wie sie von sehr vielen Fondsbietern genutzt werden. Robuste Portfolios für möglichst viele Marktphasen halten wir für wichtiger. Ähnliches gilt für die Datensammelwut oder die Fragen nach der Bedeutung von Track Records, Fondsgrößen und Liquidität. Wir haben daher nichts dagegen, 80% anders zu sein.

6) Wie ist das Geschäftsmodell von Diversifikator?

Wir entwickeln sehr kostengünstige, systematisch-prognosefreie Anlage-Portfolios für Vermögens- bzw. Anlageberater. Diesen und auch deren Kunden bieten wir einen sehr transparenten Online-Zugang.

7) Wieso wird Diversifikator in Robo-Advisor Vergleichen manchmal nicht aufgeführt?

Anders als Direktanleger-orientierte Robo-Advisors bieten wir weder eine volle Automatisierung des Anlageprozesses noch eine Online-Beratung bzw. voll automatisierte Vermögensverwaltung an, da beides unserer Ausrichtung auf die Zusammenarbeit mit Beratern widersprechen würde. Daher sind wir in solchen Vergleichen manchmal nicht aufgeführt.

8) Was macht Diversifikator anders als sogenannte Robo-Advisors?

Erstens sind wir unseres Wissens der einzige deutsche Anbieter, der seine Plattform komplett auf Berater ausrichtet. Zweitens bilden unsere Basisportfolios das sogenannte Weltmarktportfolio ab. Konkret beinhalten sie wesentliche höhere Allokationen zu Immobilien-, Infrastruktur- und Agraraktien als die meisten anderen liquiden Portfolios. Drittens nutzen wir „Cash“ statt Anleihen als risikofreies Investment. Viertens sind wir der erste Anbieter eines breit diversifizierten ESG ETF-Portfolios, also eines sogenannten verantwortlichen Portfolios. Fünftens sind wir besonders transparent, indem wir alle unsere Portfoliomanagementregeln komplett offen legen und dazu noch auf Tools verweisen, mit denen unser Regeln überprüft werden können. Sechstens verzichten wir bewusst auf das Sammeln von Kundendaten. Last but not least sind wir im Vergleich zu anderen Angeboten inklusive Beratung besonders günstig. Da wir der Meinung sind, dass bestimmte Daten nicht online gestellt werden müssen und Beratung wichtig ist, verzichten wir aber auch auf die vollständige Automatisierung des Anlageprozesses, die technisch recht einfach umsetzbar wäre.

9) Warum richtet Diversifikator sein Angebot auf Berater und nicht direkt auf Endkunden aus?

Die Gruppe der reinen Selbstentscheider ist in Deutschland noch relativ klein. Es gibt sehr viele sehr unterschiedliche Finanzprodukte, z.B. über tausend ETFs, und sehr viele Unterschiede zwischen Anlegern. Die meisten Anleger wollen auch künftig persönlich beraten werden. Auch Selbstentscheider diskutieren Ihre Anlageideen gerne mit Profis. Und gute Anlageberatung kostet Geld. Wir wollen die Beratermargen nicht drücken, sondern dafür sorgen, dass die Vermögensverwaltungskosten insgesamt sinken, in erster Linie durch Senkung der Kosten für das Portfoliomanagement. Bei insgesamt geringeren Kosten sollte der Anleger eine bessere Rendite bekommen. Damit sollte die Zufriedenheit mit dem Berater steigen. Außerdem kann ein Berater einfacher Neukunden gewinnen, wenn er kostengünstige und transparente, gut nachvollziehbare Lösungen anbietet.

10) Auf welche Kundengruppen setzt Diversifikator?

Diversifikator wurde nicht für bestimmte Kundengruppen konzipiert sondern setzt zunächst die präferierte Geldanlage seines Gründers um. Grundsätzlich ist Diversifkator für alle Kundenarten geeignet: Kleinanleger, die nur Sparpläne nutzen wollen, Anleger von ablaufenden Lebensversicherungsvertragsauszahlungen, Erben aber durchaus auch institutionelle Anleger wie Stiftungen oder Family Offices. Letztere finden bei Diversifikator z.B. mit dem ESG-ETF oder dem Alternatives-ETF aber auch dem Islamic-ETF-Portfolio Angebote, die es sonst bisher nirgends gibt. Außerdem dient die systematisch-prognosefreie bzw. RTRo Anlagestrategie von Diversifikator auch vermögenden Anlegern zu einer neuartigen Diversifikation über Investmentphilosophien. Hinzu kommt, dass die Diversifikator Angebote für institutionelle Anleger besonders günstig sind und besonders viel Transparenz bieten. Auch der Small-Data Ansatz von Diversifikator sollte besonders für vermögende Anleger attraktiv sein.

11) Wird Diversifikator überflüssig, wenn Finanzdienstleister ihren eigenen Robo-Advisor anbieten?

Wir gehen davon aus, dass immer mehr Finanzdienstleister eigene Online-Plattformen bis hin zu kompletten Robo-Advisors ausbauen werden. Diversifikator ist aber in erster Linie ein Anbieter von Portfolios. Unsere Portfolios sind durch ihre Regelbasierung, Transparenz und Robustheit, innovativen Ansätze und günstige Kosten als Bausteine für alle Arten von Angeboten, vor allem Online-Angebote, interessant. Das gilt nicht nur für unser „Core“ Weltmarktportfolios sondern auch für unsere speziellen ESG- und vor allem für uns „Satelliten“ „Alternatives“ ETF-Angebote.

12) Warum sollten Berater Diversifikator nutzen bzw. empfehlen?

Selbst Berater in großen Bankorganisationen haben heute oft keinen Zugriff auf robuste und einfach verständliche Portfolio-Testtools. Wenn Berater und Kunden die gleichen Tools nutzen können, wird die Kommunikation mit dem Kunden viel einfacher. Aber auch Endkunden sollen grundsätzlich Zugang zu den gleichen Tools bekommen. Das sollte gut für das Vertrauen zwischen Kunde und Berater sein. Und Kundenvertrauen ist besonders bei der Geldanlage besonders wichtig und wertvoll.
Berater haben auch ohne Diversifikator meist schon viele Produkte, die sie verkaufen können. Doch wir bieten Portfolios mit anderer Philosophie und anderem Inhalt an als Wettbewerber, die zudem sehr günstig sind.

Diversifikator hat daher viele Vorteile für Berater:

  • Faire Verdienstmöglichkeiten: Grundvoraussetzung für das Angebot durch Berater ist, dass diese für ihre Tätigkeit fair bezahlt werden. Diversifikator empfiehlt Beratern, eine Servicegebühr von 1% p.a. zu nehmen von der 0,65-0,75% p.a. auf den Berater bzw. seine Organisation (Bank, Versicherung etc.) entfällt. Das ist vergleichbar mit Provisionen, die Fondsanbieter für den Verkauf ihrer Fonds zahlen. Allerdings zahlen wir keine Provisionen, sondern empfehlen, dass der Kunde eine Servicegebühr an seinen Berater zahlt. Bei EUR 10.000 Wertpapieranlage sind 0,65-0,75% aber nur EUR 65 bis 75 p.a.. Viele Berater bieten ihre Beratung daher nur Kunden an, die mindestens EUR 50.000 oder mehr anzulegen haben. Bei EUR 50.000 erhalten Sie demnach ca. EUR 350 p.a.. Das entspricht etwa dem Preis von zwei typischen Honorarberatungsstunden. Wenn ein Berater eine sehr gute umfassende Beratung liefern soll , ist das nicht viel. Umso wichtiger ist daher, dass der Anleger die Beratung gut vorbereitet. Dazu kann er die von uns aufgeführten Tools und unserer Webseite nutzen.
  • Einfacher Verkauf: Je einfacher das Produkt zu verkaufen ist, desto besser für den Berater. Am einfachsten sind Produkte zu verkaufen, die sehr positiv bekannt sind. Positiv bekannt sind vor allem Produkte, die in der Vergangenheit gut waren und deren Anbietern es gelungen ist, das auch bekannt zu machen. Diversifikator ist neu und hat damit keinen langen positiven Track Record. Und Diversifikator hat kein Werbebudget, um den Verkauf zu unterstützen. Aber dafür sind die Diversifikator-Portfolios einfach zu erklären und bieten eine besonders gute Transparenz und ausführliche Dokumentation, die dem Berater die Erklärungs-Arbeit erleichtern sollte.
  • Modeerscheinung: Diversifikator sieht sich nicht als Modeerscheinung, die bald wieder verschwindet. Aber es ist einfacher für einen Berater, ein modisches Produkt zu verkaufen. Diversifikator ist „modisch“, weil es ETF-basiert ist und ETFs „modisch“ sind.
  • Neuartig: Berater sprechen ihre Kunden gerne mit neuen Ideen an. Diversifikator ermöglicht typischerweise keine einmalige Vergütung, die den Verkauf neuer Produkte für den Berater finanziell attraktiv machen kann. Aber die Investmentphilosophie, der Weltmarktportolio-Ansatz, das ETF-ESG Portfolio, die Online-Unterstützung, die hohe Transparenz etc. sind neu und damit auch für Berater interessant.
  • Transparenz und Kostensenkung: Diversifikator versucht, unter anderem durch volle Transparenz zu punkten und dem Anleger Tools bereit zu stellen, mit denen er sich teilweise selbst beraten kann. So können Anleger Vertrauen zu den Diversifikator Portfolios aufbauen und sich viele Fragen, die sie sonst dem Berater stellen würden, vorab selbst beantworten. Das macht den Verkauf der Modellportfolios von Diversifikator für Berater einfacher und damit attraktiver.
  • Gute Rendite: Niedrige Kosten, und Diversifikator Portfolios haben niedrige Kosten im Vergleich zu den meisten traditionellen Produkten, führen unter sonst gleichen Bedingungen zu höheren Renditen. Das wissen Berater sehr gut. Auch das sollte Diversifikator-Portfolios für sie attraktiv machen.

Wir sehen uns als sehr gute Ergänzung und nicht als Wettbewerb für Banken, Pools oder Plattformen, die ein viel breiteres Serviceangebot haben als wir. Dazu haben wir ein Arbeitspapier erstellt, welches unter „Weitere Informationsquellen“ zur Verfügung gestellt wird.

13) Hat Diversifikator schon Kooperationspartner (Beraterorganisationen), die Sie empfehlen können? Oder: Welche Gründe können Berater vorbringen, die gegen den Diversifikator Ansatz sprechen?

Wir haben noch keine Kooperationspartner gefunden, die wir nennen dürfen. Erfahrungen aus den USA zeigen, dass es lange dauern kann, bis traditionelle Finanzdienstleister öffentlich Kooperationen mit Robo-Beratern eingehen. Interessenten an den Diversifikator-Services sind daher vorerst noch darauf angewiesen, sich unabhängig von uns Berater zu suchen. Zur Beraterselektion kann man das BaFin Honorarberaterregister verwenden oder auf der Seite „Kennst Du Einen“ unter Finanzberater, Anlageberater oder Vermögensberater suchen. Unter Honoraranlageberater sind erst sehr wenige Namen aufgeführt.

Traditionelle Banken und Versicherungen tun sich manchmal schwer damit, uns als Partner auszuwählen. Gründe dafür gibt es viele: Sie bieten oft schon sehr viel Produkte an und wollen ihr Produktangebot nicht noch erweitern, sondern oft eher reduzieren. Oder sie können mit ihren aktuellen Produkten mehr verdienen, z.B. über Ausgabeaufschläge, Provisionen oder Handelskosten.

Außerdem tun sich einige traditionelle Anbieter schwer damit, unsere systematisch-prognosefreie Investmentphilosophie zu akzeptieren. Fast alle heutigen Angebote traditioneller Finanzdienstleister sind nämlich entweder diskretionär – also nicht regelbasiert – oder quantitativ-prognoseabhängig. Dabei setzen wir gar nicht darauf, die einzige angebotene Investmentphilosophie bei diesen Finanzdienstleistern zu sein, sondern setzen auch bei der Philosophie auf Diversifikation: Es erscheint uns besser, wenn Kunden einen diskretionären, einen quantitativen und einen systematisch prognosefreien (RTRo) Fonds im Portfolio haben, als nur traditionelle Fonds.
Wir haben von traditionellen Anbietern aber auch schon das Argument gehört, wir seien zu transparent. Da man unsere Musterportfolios leicht kopieren könne, ohne für Beratung zu zahlen, schrecken manche traditionellen Anbieter davor zurück, uns zu empfehlen. Und natürlich wird vorgebracht, dass wir keinen echten Track Record haben (dafür kann man unsere Ergebnisse aber sehr gut simulieren) und damit auch keine Ratings (wobei die Vorhersagekraft guter Ratings für künftige Performance umstritten ist). Aber wir sind zuversichtlich, trotzdem bald einige Beraterorganisationen benennen zu können, die keine Scheu haben, unsere Portfolios anzubieten und dazu zu beraten.

14) Was halten Sie von Honorarberatung?

Bisher gibt es nur sehr wenige Honorarberater in Deutschland. Es fällt Kunden noch schwer, Berater direkt zu bezahlen, insbesondere auf Stundenbasis und gegen Rechnung. Allerdings wissen viele Kunden gar nicht, dass sie indirekt sehr hohe Provisionen zahlen. Wir selbst werden keine Provisionen von Produktanbietern vereinnahmen, denn wir scheuen auch den administrativen Aufwand, Provisionen an Kunden „durchzureichen“. Wir werden daher wohl auch künftig nur provisionsfreie Produkte einsetzen.
Der Vermögensberater wird in unserem Modell direkt vom Kunden bezahlt. Das erfolgt zum Beispiel über eine vom betreuten Vermögen abhängige Service-Marge, die vom Berater individuell mit seinen Kunden ausgehandelt werden kann. Wir bekommen einen kleinen Anteil an dieser Servicepauschale.
Wir selbst legen kein Mindestvolumen für unsere Services fest. Der Berater entscheidet, ab welchem Volumen er Kunden persönlich betreuen will und die Depotbank entscheidet, welches Investment-Minimum sie gerne haben möchte.
Unser Modell ist nicht nur für die bisher erst sehr geringe Zahl von Honorarberatern interessant, sondern auch für sogenannte Provisionsberater, die zusätzlich zu ihren Provisionsangeboten auch solche kundenbezahlten Angebote machen möchten.
Unser Modell ist für den Endkunden sehr transparent und normalerweise wesentlich günstiger, als das, was er heute zahlt. Wir halten dieses Modell auch für „kleine“ Kunden für interessant. Wenn jemand z.B. 10.000 Euro anlegt – das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Wertpapierbestand in deutschen Depots – und dem Berater und uns zusammen ein Prozent pro Jahr bezahlt, dann kommt er auf 100 Euro pro Jahr. Nach der allgemeinen Diskussion entspricht das etwa den Kosten für eine dreiviertelstündige Beratung. Wenn man weiß, wie viel Zeit Berater inzwischen für regulatorisch vorgesehene Aufklärung und Dokumentation aufwenden müssen, ist das sehr günstig.
Da viele Berater solche Kleinkunden nicht profitabel bedienen können, sind wir gerade für solche Kundengruppen auch offen für Zusammenarbeiten mit Direktbanken. Jeder Kunde sollte die Chance haben, von unseren günstigen Angeboten zu profitieren.

15) In den USA und zunehmend auch in Deutschland wird das Thema Smart Beta propagiert. Was halten Sie davon?

Wir haben uns schon sehr früh mit Smart-Beta beschäftigt. Das sieht man daran, dass uns die Internet-Domain www.smart-beta.de gehört. Smart-Beta setzt üblicherweise auf bestimmte Faktoren wie Small Caps, Value oder Momentum. Wir halten es für extrem schwer erfolgreich zu prognostizieren, welche Faktoren künftig besonders attraktiv sein werden. Ausserdem kann man mögliche attraktive Faktoren nur selten in einigermaßen reiner Form kaufen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen die zeigen, dass eine reine Kapitalgewichtung von Aktien vielen anderen Gewichtungen unterlegen ist. Wir sind der Ansicht, dass viele angebliche Überrenditen bestimmter Faktoren zu einem wesentlichen Teil durch nicht-Kapitalisierungsgewichtungen zu erklären sind. Wir halten die Analyse der Abhängigkeiten von Portfolios von einzelnen Faktoren für sehr wichtig. Dabei legen wir Wert darauf, dass es nicht zu zu hohen Abhängigkeiten von einzelnen Faktoren kommt.

16) Wieso präferieren Sie „More Beta“ gegenüber „Smart Beta“?

Smart Beta, von Morningstar auch Strategic Beta genannt, suggeriert dass es besser ist als normales Beta. Beta ist zunächst eine systematische Marktabhängigkeit. Wir haben seit einigen Jahren dazu recherchiert und auch publiziert. Wir sind der Ansicht, dass Abweichungen von der sogenannten Kapitalgewichtung renditemäßig attraktiv sein können, oft aber zu mehr Risiken in den Portfolios führen. Wir kennen aber keine Betafaktoren, von denen wir einigermaßen sicher annehmen können, dass Sie in der Zukunft zu Überrenditen führen können. Wir möchten aber einerseits nicht, dass unsere Portfolios zu stark von einzelnen Märkten abhängen, daher nutzen wir Faktoranalysen. Andererseits sind wir ein Anhänger von Diversifikation über möglichst viele Beta Quellen (More Beta), und nutzen daher Anlagesegmente wie Listed Infrastruktur, die in vielen Portfolios gar nicht oder nur wenig vertreten sind.

17) Was halten Sie von Gold, Diamanten, Kunst, Oldtimern, Selbstversorgerfarmen etc.?

Sehr vermögende Anleger, die Sorge vor großen Finanzkrisen haben, legen manchmal einen Teil ihrer Vermögen in den genannten Kategorien an. Gold ist sogar in Fonds mit relativ geringen Zeichnungssummen erwerbbar. Anders als Anleihen, die Zinsen bringen (Diversifikator nutzt nur Anleihen mit Renditen oberhalb der aktuellen Inflationsrate) und Aktien, die normalerweise Dividenden und Wertsteigerungen erwarten lassen, ist Gold als Anlage nicht „produktiv“ und wird daher nicht als Anlagesegment berücksichtigt. Über Rohstoffaktien ist Gold zudem durchaus in Diversifikator Portfolios vertreten. Auch Diamanten, Oldtimer und Kunst sind in dem Sinn nicht produktiv und zudem auch nicht in attraktiven, diversifizierten Fondsverpackungen mit geringen Mindestanlagen erhältlich. Selbstversorgerfarmen sind zwar produktiv aber auch nicht effizient in liquide Portfolios integrierbar. Auch andere illiquide Anlagen werden nicht direkt sondern nur indirekt über entsprechende Aktien berücksichtigt (dazu und warum auch z.B High Yield nicht in Diversifikator Portfolios vertreten ist siehe auch das PDF „Diversifikator Asset Allokation und ETF-Selektion“).

18) Wird Diversifikator auch geschlossene Fonds und andere illiquide Investments anbieten?

Wir haben uns jahrelang intensiv mit dem Thema beschäftigt. Wir sehen uns das selbstverständlich sehr genau an, aber haben keine Eile damit. Wenn wir Mehrwert für unsere Berater und Endkunden bieten können, werden wir das machen. Für mittel- bis langfristig orientierte Anleger spielt Liquidität gar nicht mal die größte Rolle. Es geht zunächst eher darum, Vertrauen zu schaffen, indem wir Investoren die Möglichkeit geben, die von uns entwickelten Portfolios jederzeit verkaufen zu können. Andererseits werden wir auch kleine, neue, weniger liquide ETFs und grundsätzlich auch nicht-börsennotierte Fonds für unsere Portfolios prüfen. Es gibt einige Untersuchungen die zeigen, dass solche ETFs und Fonds durchaus auch Vorteile gegenüber älteren und liquideren Produkten haben können.

19) Haben Webseitennutzer Einflussmöglichkeiten auf Diversifikator?

Ja sicher. Wir sind nicht perfekt und immer dankbar für Tipps und Ideen.

20) Warum wurde Diversifikator "Diversifikator" genannt?

Diversifikation wurde auch als der einzige „free Lunch“ der Kapitalanlage bezeichnet. Die ersten Portfolios, die wir entwickelt haben, sind sehr diversifiziert. Mit Immobilienaktien, Infrastrukturaktien und teilweise Private Equity-, Agrar- und Farmlandaktien enthalten sie Anlagesegmente, die in traditionellen Portfolios oft nicht oder nur sehr wenig vertreten sind. Wir arbeiten auch an konzentrierteren Portfolios, die aber auch zur weiteren Diversifikation bestehender Portfolios dienen können. Auch unsere schon in sich diversifizierten Portfolios können zur weiteren Diversifikation bestehender Anlagen genutzt werden, zum Beispiel durch eine Diversifikation über Investmentphilosophien. Außerdem beschäftigt sich Dirk Söhnholz schon seit seiner Diplomarbeit in 1986 mit dem Thema Diversifikation. Da passte es gut, dass wir keine andere Firma gefunden haben, die sich Diversifikator nennt.

21) Bietet Diversifikator Investment-Research an?

Nein. Wenn wir unsere Regeln auf das ETF-Universum anwenden, resultiert daraus eine ETF-Liste. Die Regeln sollen den sogenannten Fit mit der angestrebten Asset Allokation und eine bestimmte Mindestqualität der verwendeten ETFs sicherstellen. Damit treffen wir aber keinerlei detaillierten Aussagen über die Güte der zugrunde liegenden einzelnen ETFs. Damit ist auch keine Empfehlung verbunden, bestimmte ETFs aufgrund ihrer Qualität zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn wir Umschichtungen im Musterportfolio vornehmen, beruhen diese vor allem darauf, dass die jeweiligen ETFs unseren Regeln entsprechen oder nicht mehr entsprechen. Wer Research zu den ETFs haben möchte, kann das z.B. bei www.morningstar.de finden.

22) Wie verbindlich sind die Diversifikator "Empfehlungen" für Interessenten an den Musterportfolios?

Unsere Empfehlungen beziehen sich nur auf die Musterportfolios, nicht auf die realen Portfolios der Anleger, die wir gar nicht kennen. Die Empfehlungen erfolgen, weil wir der Ansicht sind, dass zum Beispiel mit einem ETF-Austausch das Musterportfolio besser aufgestellt ist. Unsere Empfehlungen sind daher völlig unverbindlich für den einzelnen Anleger. Der Anleger oder sein Berater können selbst entscheiden, ob und welchen unserer Ideen sie folgen oder nicht. So können individuelle Handelskosten entscheidend sein. Wenn ein von uns im Musterportfolio vorgenommener ETF Austausch aus Sicht des Beraters oder Anlegers nur marginale Verbesserungen bringt, aber zu nennenswerten Handelskosten führen würde, sollte der Anleger von einer Umsetzung Abstand nehmen oder diese zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen, zum Beispiel, wenn er sein Portfolio aufstockt oder umstellt.

23) Kann man die Tätigkeit von Diversifikator als Portfoliomanagement oder Vermögensverwaltung bezeichnen?

Aufsichtsrechtlich treffen diese Begriffe nicht auf uns zu. Insbesondere erteilen wir keine Wertpapier-Order. Wenn ein Kunde die Musterportfolios selbst umsetzen möchte, erteilt er die Order selbst. Wenn der Berater für den Kunden agiert, erteilt der Berater die Order. Die ausführende Stelle muss dann die üblichen Prüfungen durchführen (z.B. in Bezug auf Geeignetheit, Geldwäsche etc.) und das laufende Reporting sicherstellen. Wir sehen uns als (Online) Portfolio Strategen. Unsere Musterportfolios sind nicht handelsaktiv, einige von ihnen sind jedoch Multi-Asset oder umgangssprachlich „vermögensverwaltende“ ETF-Portfolios bzw. technisch, nach der Umsetzung durch den Anleger oder seinen Berater, ETF-Vermögensverwaltungen.

24) Wieso wird Diversifikator nicht reguliert?

Als Anbieter von Musterportfolios sind wir nicht regulierungspflichtig. Regulierungspflichtig wird man zum Beispiel, wenn man Einlagen annimmt, Anlegergelder verwaltet, Finanzanalysen verkauft oder Anleger individuell und konkret im Hinblick auf Investments berät. Unsere Nicht-Regulierung hat aber keine Nachteile für Anleger, weil die Musterportfolios bei in Deutschland zugelassenen Banken umgesetzt werden sollten. Das Geld der Anleger sollte auch von in Deutschland zugelassenen Verwaltern (z.B. Banken) verwaltet werden oder Anleger sollten von regulierten Beratern beraten werden.

25) Welches sind die Hintergründe von Diversifikator und wie lautet der Unternehmensgegenstand?

Diversifikator GmbH wurde Ende Januar 2016 gegründet und Anfang März ins Handelsregister eingetragen. Die systematisch-prognosefreie Investmentphilosophie, auf der Diversifikator aufbaut, wurde von Dirk Söhnholz seit dem Jahr 2000, und verstärkt nach der Finanzkrise 2008, entwickelt. Unternehmensgegenstand von Diversifikator ist vor allem die Entwicklung und Vermarktung von standardisierten regelbasierten Modell- bzw. Musterportfolios. Diese werden online und möglichst transparent, das heißt ausführlich dokumentiert, für Berater und ihre Kunden zur Verfügung gestellt.

Wir bezeichnen uns auch als Online Portfolio Strategen. Wir beraten keine Privatkunden, nehmen keine Einlagen an und machen auch keine Finanzanalysen im regulatorischen Sinn. Die Nutzung unserer Modellportfolios für Anlagezwecke ist kostenpflichtig. Sie dürfen jedoch kostenfrei z.B. für Publikationen genutzt werden, sofern ein deutlicher Hinweis auf die Diversifikator GmbH und die Kostenpflicht der investmentbezogenen Nutzung der Portfolios erfolgt. Für die Nutzung der Musterportfolios fallen typischerweise 1% p.a. plus Umsatzsteuer an. Davon entfallen 0,25% bis 0,35% p.a. auf Diversifikator GmbH und der Rest auf den jeweiligen Berater. Anleger, die keine Berater nutzen, zahlen ebenfalls 1% p.a..

Hinweis: Wir setzen keine Mindestanlagesummen oder Mindestsparraten voraus, aber Anleger sollten die Handelskosten beachten, die für den ETF-Kauf und Verkauf zusätzlich anfallen (je nach Depotbank unterschiedlich) und die bei kleinen Anlagesummen überproportional hoch sein können.

26) Wie sehen Sie die Zukunft von Online-Vermögensberatung und -Verwaltung?

Wir sind sehr zuversichtlich, dass Online-Vermögensberatung und -Verwaltung (Robo-Advice) stark zunehmen wird. Online-Informationen und Online-Beratung sind vor allem für Kunden wichtig, die finanziell nicht attraktiv genug sind, um klassische professionelle Beratung zu bekommen. Diese Kunden sind dazu gezwungen, sich selbst zu beraten und sind daher sogar auf das Internet angewiesen. In Großbritannien wurde das von der Finanzaufsicht erkannt und soll gefördert werden. Außerdem wird der von uns verfolgte hybride Ansatz wichtiger. Hybrid bedeutet eine Kombination von Online und Offline-Beratung. Dazu wurde im März 2016 eine Stellungnahme der US Finanzaufsicht veröffentlicht (Report on Digital Investment Advice der Financial Industry Regulation Authority (FINRA), März 2016). Je besser sich Anleger online informieren können, desto besser sollte das für die Kapitalanlage sein und desto bessere Beratungen sollten erfolgen können. Die US Finanzaufsicht weist in Ihrer Analyse unter anderem darauf hin, dass bisher Online Tools zu manchmal stark unterschiedlichen Portfolio-Allokationen kommen. Das ist nicht erstaunlich, wenn man sich unsere Markowitz-(Pseudo)Optimierungstools ansieht. Die FINRA weist auch darauf hin, dass die Online-Modelle bzw. Tools transparent sein sollten, was nicht immer der Fall zu sein scheint. Sie sollten auch nicht mit zu stark vereinfachten Annahmen arbeiten und es ermöglichen, bestimmte „Schocks“ zu beurteilen. Bei letzterem sollen die Tools helfen, auf die wir hinweisen (z.B. www.portfoliovisualizer.com) aber auch unsere Faktoranalysen. Wir bemühen uns darum, sinnvolle Anregungen der US Aufsicht schon jetzt zu berücksichtigen.

 

Kosten

1) Warum scheint Diversifikator etwas teurer zu sein als einige sogenannte Robo-Berater (Online-„Berater“)?

Wenn man alle Kostenelemente betrachtet, sind wir unseres Wissens kaum teurer als andere, insbesondere nicht für sogenannte defensive Portfolios. Hinzu kommt, dass wir empfehlen, Berater zu nutzen. Anders als bei einem sogenannten Robo-Advisor (= algorithmusbasierte online Vermögensanlage) beinhalten die Gebühren von 1% p.a. auch die Kosten für individuelle und persönliche Beratungen. Berater werden durch den Anleger direkt bezahlt und geben uns den auf Diversifikator entfallenden Teil der Gebühr von 0,25% bis 0,35% p.a. weiter. Unsere Gebühr liegt damit unter der typischen Robo-Advisor Gebühr und die Gesamtgebühr zum großen Teil erheblich unter der Gebühr von klassischen Fonds oder Vermögensverwaltungen. Wenn Anleger keine Berater nutzen wollen oder keinen passenden Berater finden, können sie unsere Services – dann aber ohne Beratung – zum gleichen Preis von 1% p.a. nutzen. Wir haben das so festgelegt, um die aus unserer Sicht sinnvolle Nutzung von Beratern zu fördern.

Persönliche Situationen unterscheiden sich vielfältig voneinander und Finanzanlagen sind sehr komplex. Selbst sehr vermögende Anleger nutzen oft Beratung und sei es nur, um geplante Anlagen vor der Umsetzung noch einmal prüfen zu lassen. Unser Geschäftsmodell hat Nachteile in Bezug auf Anleger, die (noch) „zu klein“ für Anlageberater sind. Geringere Gebühren für kleinere Kunden können wir jedoch aus administrativen Gründen nicht umsetzen. So gibt es keine anerkannte Mindestgrenze, oberhalb derer Berater gerne aktiv werden, denn viele „kleine“ (junge) Kunden von heute sind morgen attraktive Kunden. Außerdem wollen wir vermeiden, Kundendaten zu sammeln oder Kundenangaben zu prüfen, z.B. Behauptungen, dass Anleger keine Berater finden. Andererseits verlangen wir auch keine höheren Gebühren für kleine Anlagesummen im Vergleich zu größeren Summen, wie es bei anderen manchmal der Fall ist.

Wir bemühen uns aber darum, Berater zu finden, die auch „kleine“ Kunden beraten. „Kleine“ Kunden können sich bei Fragen grundsätzlich auch an einige Verbraucherzentralen wenden, die – gegen ein etwas geringeres Honorar als typische Honorarberater – ebenfalls Beratung anbieten. Und wir versuchen diesen Nachteil zumindest teilweise dadurch zu kompensieren, indem wir möglichst viele Informationen auf unserer Internetseite offen legen, eigene Tools zur Verfügung stellen und auf fremde Tools hinweisen. Wir hoffen auch, dass es zu Kommunikation von Interessenten untereinander über unsere Services kommt. Wir selbst dürfen aus Lizenzgründen keine Anlageberatung für Privatkunden leisten.

2) Wie werden die Services von Diversifikator bezahlt?

Üblicherweise erfolgt die Bezahlung von Diversifikator über einen Berater bzw. über die Organisation (Bank, Versicherung, Vermögensverwalter etc.), welcher der Berater angehört. Wir empfehlen ausdrücklich die Nutzung von Beratern. Anleger zahlen auch ohne Beraternutzung ähnliche Gebühren wie mit Beraternutzung. Wenn kein Berater genutzt wird, erfolgt die Bezahlung direkt an die Diversifikator GmbH. Die Gebühren für Diversifikator werden auf Basis der nach den Musterportfolios angelegten Mittel berechnet. Je nach Beratungsorganisation oder Depotbank kann die Anlagebasis unterschiedlich gerechnet werden. Wenn man von den im Monat durchschnittlich angelegten Mittel ausgeht und nur Monatsanfang und Monatsendwert zur Berechnung nutzt, ergibt sich die folgende Berechnung:

(Monatsanfangswert + Monatsendwert)/2

Um das umzusetzen, müsste der Anleger diese Berechnung jeden Monat durchführen und die Gebühren könnten jeden Monat voneinander abweichen, so dass kein Dauerauftrag eingerichtet werden könnte. Um Anlegern die Arbeit zu erleichtern und die Möglichkeit für einen Dauerauftrag zu schaffen, kann die Bezahlung der Services von Diversifikator daher wie folgt vereinfacht werden:

  • Bei einem sogenannten Einmalbetrag werden 1,19% * Einmalbetrag/12 pro Monat am Ende des jeweiligen Monats fällig. Dabei werden nur ganze Monate berechnet. Bei einer Anlage von EUR 12.000 ist die monatliche Basis danach EUR 1.000 und es werden zu Monatsende EUR 11,90 als Gebühr für die Nutzung des Musterportfolios fällig.
  • Bei Sparraten ist die Berechnung etwas schwieriger nachzuvollziehen. Bei EUR 100 Sparrate ergeben sich Gebühren von EUR 0,595 (abgerundet 59 Cent pro Monat) pro Monat im Jahr 1 der Anlage (das entspricht knapp 1,19% auf die Hälfte der im Jahr angesparten EUR 1.200). Da nach einem Jahr eine Anlagebasis von EUR 1.200 besteht und jeweils wieder EUR 100 pro Monat dazukommen, beträgt im Jahr 2 der Anlage die Gebühr pro Monat 3 * EUR 0,595, also EUR 1,785 pro Monat; im Jahr 3 beträgt sie 5 * EUR 0,595 pro Monat etc..

Bitte beachten Sie unsere News, besonders wenn Sie keine Berater nutzen. In den News teilen wir mit, wann wir welche Musterportfolioänderungen empfehlen. Wir arbeiten auch an der Entwicklung von Risikosteuerungssignalen, die Anleger künftig nutzen können, um ihre Allokationen zu steuern. Diese werden wir ebenfalls über die News kommunizieren.

Für unsere Bezahlung benötigen wir keine Daten von Musterportfolio-Nutzern, es sei denn, diese möchten eine Rechnung über den an uns gezahlten Betrag haben. In diesem Fall benötigen wir die üblichen Details:
Wann welcher Betrag von welchem Konto (IBAN Angabe nötig) gezahlt wurde, wer der Zahler und damit der Rechnungsempfänger ist (mit vollständigem Namen) und die genaue Anschrift für die Rechnung. Diese Daten werden wir im Rahmen der gesetzlichen Pflichten speichern.

3) Muss nur bei exakter Umsetzung der Musterportfolios bezahlt werden?

Wir verfolgen ein Vertrauensprinzip. Wer unseren Musterportfolios folgt, sollte für die Nutzung auch bezahlen. Auch wer unseren Musterportfolios zwar nicht genau, sondern nur näherungsweise folgt, sollte uns ebenfalls bezahlen. Wir vertrauen darauf, dass die Berater bzw. Anleger, die unseren Musterportfolios folgen, fair einschätzen, inwieweit sie unseren Portfolios folgen und uns entsprechend honorieren.

4) Was für Kosten fallen für Honorarberater, Single Family Offices bzw. institutionelle Anleger wie Stiftungen an?

Honorarberater, die Stundenhonorare von ihren Kunden erhalten oder Servicepauschalen berechnen, zahlen netto 0,25% p.a. basierend auf ihren Asset under Advice in den Diversifikator Portfolios. Single Family Offices und institutionelle Anleger zahlen ebenfalls netto 0,25% p.a. pro Jahr. Wenn gewünscht wird, dass die Services von Diversifikator unter einem Haftungsdach erbracht werden, beträgt die Gebühr 0,35% p.a.. Für Cash-Bestandteile fallen keine Gebühren an.

5) Welche Auswirkungen hat die geplante Investmentsteuerreform auf die Portfolios von Diversifikator?

Die Investmentsteuerreform soll Anfang 2018 wirksam werden. Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam und werden gegebenenfalls mit Portfolioanpassungen darauf reagieren. Unsere Hypothese ist, dass unsere Portfolios Vorteile gegenüber vielen Fonds haben werden. Hauptgrund: Einzelfonds-Ansatz statt Kombination von Fonds in einem Dachfonds und Fokus auf Aktien-ETFs und nicht auf gemischte ETFs bzw. Fonds. Das gilt auch für unsere Portfolios generell: Diese haben auch bei defensiver Ausrichtung relativ hohe Aktienquoten im Renditeportfolioteil, da getrennt gehaltener Cash statt im Portfolio integrierte Anleihen die Rolle von sicheren Anlagen übernehmen. Es kann sein, dass Fonds bzw. ETFs künftig steuerlich etwas schlechter gestellt werden als Direktinvestments. Das ist einer der Gründe, warum wir künftig auch Direktanlage-Portfolios anbieten wollen.

6) Warum hat Diversifikator sich für ein Servicegebührenmodell entschieden?

Wir wollen, dass unsere Leistungen vom Kunden bezahlt werden und nicht durch Provisionen von Anbietern. Dadurch sind wir bei der Produktselektion unabhängig von Provisionshöhen und nutzen besonders gerne günstige provisionsfreie ETFs. Die Bezahlung durch Kunden soll als Anlagevolumensabhängige Servicegebühr erfolgen. Das sind bei uns die empfohlenen 1% pro Jahr (inklusive Beratung) auf das Anlagevolumen. Diese Form der Vergütung ist heute bei der Verwaltung von privaten und institutionellen Anlagevermögen auch in Deutschland üblich.
Honorarberatung im klassischen Sinn mit dem Bezahlen über Stundensätze kommt für Diversifikator nicht in Frage, da Diversifikator keine Beratung und damit auch keine Beratungsstunden verkauft. Außerdem ist diese Art der Bezahlung für Kleinanleger nicht attraktiv, weil nur wenige Beratungsstunden sich schnell zu relativ hohen Kosten in Bezug auf die Anlagebeträge führen können. Für sehr große Anleger bieten wir allerdings auch maßgeschneiderte Gebührenmodelle an. Und Berater, die unsere Services nutzen, sind natürlich völlig frei in ihrer eigenen Preisgestaltung.

7) Warum verlangt Diversifikator volumensbasierte und keine erfolgsorientierten Gebühren?

Wir verlangen auch keine sogenannten performanceabhängigen Gebühren. Erfolgsorientierte Gebühren werden nur dann gezahlt, wenn Erfolge eintreten. Das hört sich zunächst gut an. Besonders schwierig ist es, eine gute Bezugsbasis für solche Gebühren zu finden. Indizes taugen dafür nicht für uns, weil wir mit den ETF-Portfolios Indizes nicht outperformen können bzw. auch gar nicht wollen, weil wir dann möglicherweise zu hohe Risiken in den Portfolios eingehen müssten. Und erfolgsabhängige Gebühren über 0%, 2%, 4% o.ä. pro Jahr führt in guten Marktjahren zu sehr hohen Gebühren und in schlechten zu sehr niedrigen, honoriert also unsere Leistung nicht adäquat.

Auch stundenbasierte Gebühren haben Nachteile. So kann man schlecht nachvollziehen, ob die berechnete Stundenzahl fair ist. Außerdem nutzen Anbieter ungern stundenorientierte Gebühren, weil sie dann nur durch die Anzahl ihrer Mitarbeiter nach oben begrenzte Einnahmemöglichkeiten haben. Nach unten haben sie dagegen ein Risiko; wenn sie nicht genug Stunden verkaufen können. Viele professionelle Anleger sind daher keine Anhänger von erfolgsorientierten bzw. stundenbasierten Gebühren sondern zahlen lieber laufende Gebühren, die von den verwalteten bzw. beratenen Anlagevolumina abhängen.

8) Bei den günstigen Gebühren, die Diversifikator verlangt, müssen relativ viele Kunden gewonnen werden, um profitabel zu werden. Wie soll das gelingen?

Wir sind sehr effizient aufgestellt und planen keine teuren Werbekampagnen. Wir sind außerdem sehr gut finanziert, so dass wir lange auch ohne, bzw. mit geringen Gewinnen und ohne externe Kapitalgeber durchhalten können. Man sollte aber nicht erwarten, dass wir schnell ein großes, bzw. teures Team aufbauen. Selbst wenn wir unerwartet den Geschäftsbetrieb einstellen sollten, sind die von uns zusammengestellten Portfolios sicher, denn sie sind in separaten und stark regulierten Fonds bei regulierten Banken angelegt. Außerdem sind alle von uns entwickelten Portfolios sehr liquide und können daher kurzfristig verkauft werden.
Ohne Werbung müssen wir vor allem auf Empfehlungen setzen. Wir können uns auch gut vorstellen, dass demnächst eine Bank oder eine Versicherung unsere Portfolios anbietet, schließlich haben wir viele Vorteile gegenüber klassischen Angeboten. Wir hoffen, dass auch Medien sich für uns interessieren und über uns berichten. Wir werden uns nach besten Kräften bemühen, besonders gute Kapitalanlagen zu besonders günstigen Konditionen anbieten zu können, so dass sich Kunden zusätzlich gute Beratung leisten können.

 

Investmentphilosophie

1) Wieso ist Investmentphilosophie wichtig und welche Philosophie verfolgt Diversifikator?

Wenn man verstehen möchte, wie ein Portfolio in der Zukunft performen könnte, sollte man die Investmentphilosophie des Portfoliomanagers kennen. Der typische Portfoliomanager arbeitet ohne feste Regeln, an die er sich immer halten muss, und er nutzt fremde oder eigene Prognosen, um sein Portfolio zu steuern (diese Philosophie bezeichnen wir als diskretionär). Quantitative Portfolios dagegen werden zu einem ganz überwiegenden Teil regelbasiert gesteuert und nutzen fast immer Prognosen und Optimierungsmodelle, um zu Anlageentscheidungen zu kommen. Diversifikator verfolgt eine dritte, vollkommen regelbasierte aber komplett prognose- und optimierungsfreie Anlagephilosophie. Die einfachste Ausprägung solcher Strategien sind naive bzw. Gleichgewichtungen und starre Allokationen. Dirk Söhnholz, der Gründer, Anteilseigner und Geschäftsführer von Diversifikator, nutzt diese Anlagephilosophie seit 2000 und hat Einiges dazu veröffentlicht (s. Publikationsliste auf www.prof-soehnholz.com).

2) Wieso bezeichnet Diversifikator manche seiner Portfolios als "most diversified“?

Die Bezeichnung ist konzeptionell und nicht mathematisch zu verstehen. So sollte „most diversified“ auch nicht mit „maximum diversification“ oder „maximum deconcentration“ Ansätzen verwechselt werden.
Von „most diversified“ sprechen wir in Zusammenhang mit ETF-Portfolios, weil wir, anders als fast alle anderen uns bekannten Anbieter, grundsätzlich alle Anlagesegmente für unsere Portfolios berücksichtigen. Während Immobilienaktien–ETFs auch vereinzelt in anderen ETF-Portfolios zu finden sind, sind viele andere von uns genutzten alternativen ETF Segmente bei anderen Anbietern typischerweise nicht vertreten.

3) Warum bezeichnet Diversifikator seine Ansätze als robust, obwohl die Portfolios von Diversifikator nicht immer robust gegenüber Marktveränderungen sind?

Wir entwickeln Portfolios, die auf robusten Regeln basieren und nur eine begrenzte Zahl von gut dokumentierten „Inputs“ nutzen. Die Regeln werden nur selten und dann auch nur in geringem Umfang geändert. Damit sind die resultierenden Portfolios robust gegenüber Meinungsänderungen (wie sie bei diskretionär gemanagten Portfolios vorkommen können) und robust gegenüber Modell- und Modellinputänderungen (z.B. Prognoseänderungen, wie sie bei quantitativen Managern häufig vorkommen). Wie stark Portfolios auf einzelne Input(Prognose)änderungen reagieren können, kann man unter „Optimierer“ sehen.
Die Regeln, mit denen wir zu Portfolios kommen, sind abhängig von Annahmen. Deshalb nennen wir sie nicht vollkommen sondern most passiv. Annahmefreies Investieren ist nicht möglich. Nachdem die Regeln festgelegt sind, sind unsere Portfolios weitgehend passiv. Wir ändern unsere Portfolioregeln normalerweise nicht, wenn es zu Marktveränderungen kommt. Daher nennen wir unsere Portfolios robust. Das heißt nicht, dass unsere Portfolios robust gegenüber allen Marktveränderungen sind. Wenn Aktienmärkte stark fallen, werden unsere Aktienmarktallokationen ebenfalls an Wert verlieren. Wenn die Weltkapitalmärkte aber massiv zum Beispiel von Anleihen in Aktien umgeschichtet werden, sollten Aktien an Wert gewinnen und Anleihen tendenziell an Wert verlieren. Das sollte sich auch in unseren Weltmarktportfolios widerspiegeln, so dass sie auch in diesem Fall relativ robust sein sollten. Man darf aber nicht erwarten, dass unsere Portfolios in allen Marktphasen bzw. Situationen stabil sind.

4) Was macht Diversifikator anders als ETF-Dachfonds?

Dirk Söhnholz ist seit 1999 im Finanzbereich aktiv und war schon sehr früh skeptisch in Bezug auf etliche klassische Modelle. So waren schon die ersten Private Equity Dachfonds der Feri, die er konzipiert hat, mit jeweils 50% Venture und 50% Buyout, sowie 50% Europa und 50% USA eher naiv allokiert, was sich im Nachhinein gut bewährt hat. In dem Buch, welches Dirk Söhnholz 2010 mit Kollegen veröffentlich hat, wurde bereits intensiv auf das Konzept der systematisch prognosefreien bzw. sogenannten „naiven“ Asset Allokation eingegangen.
Im Unterschied zu klassischen ETF-Dachfonds-Anbietern stehen bei uns standardisierte ETF-Portfolios im Vordergrund. Dabei konzentrieren wir uns auf die strategische Allokation und das Rebalancing aber setzen in den Basisportfolios nicht auf aktives Timing bzw. auf taktische Aspekte. Außerdem sind wir sehr günstig. Wenn Sie Datenbanken wie die von Morningstar nach ETF-Dachfonds durchsuchen und diese nach laufenden Kosten sortieren, können Sie das einfach nachprüfen. Wir wissen, wie schwer es ist, die sogenannten Märkte oder besser passive Benchmarks zu schlagen. Günstige Kosten sind die wohl wichtigste Voraussetzung, um das schaffen zu können.

 

ESG – verantwortliches Investieren

1) Welche Rolle spielt verantwortliches Investieren für Diversifikator?

Als Unternehmen versuchen wir, in möglichst vielen ESG-Punkten gut zu sein. Außerdem ist eines unserer Basisportfolios ein reines ESG-ETF-Portfolio.

2) Warum ist ESG bzw. SRI wichtig, was ist zu beachten und wie geht Diversifikator vor?

Viele, auch eigene (s. „Einsatz von ESG Faktormodellen zur Verbesserung von Aktienportfolios“, Absolut Report Nr. 6/2014) Untersuchungen haben gezeigt, dass die Beachtung von ESG (Environment, Social, Governance) bzw. SRI (Socially Responsible Investment) Kriterien weder zu niedrigeren Renditen noch zu höheren Risiken führt, zumindest in Bezug auf Aktienanlagen. Für Multi-Asset Portfolios gibt es jedoch Diversifikationsbeschränkungen, wenn man z.B. weltweit in Immobilienaktien, Infrastrukturaktien oder besonders auch Rohstoff- und Agraraktien anlegen möchte, denn für diese Segmente gibt nur es wenige Fonds und keine ETFs, die konsequent ESG bzw. SRI Kriterien berücksichtigen. Wenn man dann noch einheitliche ESG/SRI für alle Portfoliobestandteile verlangt, können aktuell nur Aktien und Unternehmensanleihen in ESG-ETF Portfolios aufgenommen werden. Daher sind unsere Multi-Asset Portfolios nicht ESG konform während Aktienportfolios (ohne „alternative“ Aktien) von Diversifikator immer ESG konform sein sollen.

3) Was plant Diversifikator in Bezug auf ESG?

Wir sind ein großer Anhänger von Anlagen, die ökologischen, sozialen und Governance- („ESG“ für die englischen Begriffe) Kriterien folgen. Inzwischen gibt es auch einige ETFs, die diesen Kriterien entsprechen. Allerdings sind solche Produkte, die steuereffizient sind und auf einem einheitlichen ESG-Regelwerk (die meisten in Deutschland angebotenen ETFs folgen ESG-Kriterien von MSCI) basieren, bisher nur für traditionelle Aktienanlagen und liquide Unternehmensanleihen verfügbar. Wir werden mindestens einmal pro Jahr prüfen, ob wir traditionelle ETFs in unseren Portfolios mit gleichwertigen ESG ETFs ersetzen können. Bisher sind uns vor allem die Kosten noch etwas zu hoch im Vergleich zu traditionellen ETFs. Künftig können wir auch auf ESG-Analysen von traditionellen ETFs zurückgreifen und werden diese entsprechend berücksichtigen. Diese Analysen waren zum Startzeitpunkt der Weltmarktportfolios noch nicht verfügbar.

4) Inzwischen gibt es Nachhaltigkeitsratings für traditionelle ETFs. Warum nutzt Diversifikator diese nicht?

Wir haben solche Ratings, die es z.B. von Morningstar gibt, detailliert analysiert. Bisher berücksichtigen wir sie noch nicht für die Portfoliozusammenstellung. Wir stellen zwar Portfolios aus expliziten ESG- bzw. verantwortlich aufgesetzten ETFs zusammen. Diese folgen einheitlichen Regeln, in unserem Fall denen des Index-Anbieters MSCI. Eine Ergänzung dieses Portfolios um ETFs, die nicht diesen klaren Regeln folgen, würde das Anlagekonzept verwässern. In unseren traditionellen Portfolios verwenden wir auch sogenannte synthetische ETFs. Für solche ETFs gibt es keine ESG-Ratings. Wir halten allerdings ein ESG-Rating des dem ETF zugrunde liegenden Index für sinnvoll, weil der ETF Anbieter in der Regel zumindest indirekt in dieses Segment investiert. Eine Nutzung der ESG-Kriterien zur ETF Selektion macht daher für unsere Portfolios zurzeit wenig Sinn. Für künftige (maßgeschneiderte) Portfolios ohne synthetische ETFs schlagen wir vor, ESG als Selektionskriterium zu nutzen.

 

Small-Data

1) Diversifikator propagiert einen sogenannten No- bzw. Small-Data Ansatz. Welche Rolle spielt das Thema Kundendaten bzw. Datenschutz für Diversifikator?

In Bezug auf Datenschutz wagen wir ein Experiment. Nach klassischer betriebswirtschaftlicher Logik sollte ein Service- bzw. Produktanbieter möglichst viele Kundendaten sammeln, denn mit Data-Mining kann er angeblich mehr verkaufen, weil er die Kundenbedürfnisse damit besser identifizieren kann. Zusätzlich kann er Daten verkaufen und sein Unternehmenswert sollte steigen. Wir möchten versuchen, mit möglichst wenigen Kundendaten zu arbeiten, weil Finanzdaten besonders sensibel sind. Uns ist zudem Datenschutz sehr wichtig. Vollständiger Datenschutz ist bei der heutigen professionellen Cyberkriminalität aber extrem schwierig.
Außerdem werden Kundendaten oft als das wichtigste Kapital von Kundenberatern angesehen, denen wir keine Konkurrenz machen wollen, sondern die wir als unsere wichtigsten Partner ansehen. Wir vertrauen darauf, dass wir gegenüber Neukunden empfohlen werden, auch weil wir so wenige Kundendaten haben wollen. Mit den niedrigen Kosten für unsere Portfolios, den bewusst wenigen Kundendaten, die wir dauerhaft sammeln sowie der hohen Transparenz sollten wir auch bei Verbraucherschützern und Politikern auf Wohlwollen stoßen. Wer unseren Ansatz gut findet, der kann uns am besten unterstützen, indem er uns weiter empfiehlt.

2) Welche persönlichen Daten benötigt Diversifikator?

Für die Nutzung der Newsfunktion können Sie auch eine Email-Adresse verwenden, die nichts mit Ihrem echten Namen zu tun. Die Überweisung unserer Gebühren kann ebenfalls anonym über Ihren Berater erfolgen. Wenn Sie uns direkt Geld überweisen, sehen wir zwar Ihre Kontoverbindung, aber wir nutzen diese Daten nur für administrative und nicht für Marketingzwecke. Persönliche Daten von Ihnen benötigen wir nur, wenn Sie Rechnungen von uns erhalten möchten.

 

Pseudo-Optimierer

1) Wie ist Diversifikator zu den Musterportfolios gekommen und wie kann man Portfolios (Pseudo-) optimieren?

Wir haben für unsere Portfolios zunächst Regeln entwickelt, nach denen wir selbst investieren würden. Dafür hat die vergangene Performance der genutzten Instrumente keine Rolle gespielt, wie man in unserem Regelwerk sehen kann. Erst danach haben wir uns angesehen, wie die ETFs der Portfolios in ihrer Kombination in der Vergangenheit performt hätten. Da einige ETFs unserer Portfolios relativ neu sind, kamen wir mit dieser Analyse nicht weit. Daher haben wir ältere „Ersatz“-ETFs gesucht, die den von uns verwendeten möglichst ähnlich sind, oder auch nur die zugrunde liegenden Indizes verwendet, um eine längere Vergangenheitsrendite zu simulieren. Insbesondere hat uns die Rendite unserer Musterportfolios im Krisenjahr 2008 interessiert. Die Renditen der so zusammengestellten Portfolios erschienen uns attraktiv und auch die Risiken erschienen uns tragbar. Daher haben wir nichts mehr an den Portfolios geändert. Wenn die Renditen oder Risiken sehr unattraktiv gewesen wären, hätten wir unsere Regeln hinterfragt und gegebenenfalls eine Modifikation der Regeln getestet, aber das war in diesem Fall nicht nötig.

Eine (Pseudo-)Optimierung hätte an diesem Punkt ansetzen können. So hat das ESG ETF-Portfolio nicht ganz so gute simulierte Vergangenheitswerte wie das Weltmarktportfolio. Mit einigen Veränderungen an der Allokation des ESG ETF-Portfolios würde es uns sicher gelingen, eine bessere Performancehistorie zu simulieren. Darauf haben wir aber bewusst verzichtet.

Anleger können mit öffentlich zur Verfügung stehenden Tools eigene (Pseudo-)Optimierungen durchführen. Wir sagen „Pseudo“, weil diese „Optimierungen“ zwar mathematisch korrekt zu besseren theoretischen Vergangenheits- oder simulierten Ergebnissen führen können, aber dem Anleger aus unserer Sicht für die künftige Kapitalanlage nicht viel helfen und daher nicht optimal für Anleger sind. So kann man mit www.portfoliovisualizer.com eigene Allokationen für verschiedene Perioden testen und man kann dort oder unter www.portfoliocharts.com sehen, wie als besonders gut bekannte Allokationen performt hätten, wenn man sie mit ETFs nachgebildet hätte. Auf unserer Webseite kann man sogenannte Markowitz-Optimierungen mit eigenen Prognosen für Renditen, Risiken und Korrelationen von Anlageklassen vornehmen. Man wird feststellen, dass kleine Prognoseänderungen zu großen Veränderungen der sogenannten „optimalen“ Portfolios führen.

Auf der Seite www.wima-auer-seitz.de stehen unter dem Punkt „Finanzanalyse“ und dann „Excel-Tools“ einige interessante Optimierungstools inklusive Daten zur Verfügung. So kann man mit der „Portfoliooptimierung bis zu 10 Wertpapiere“ die Markowitz-Optimierung unserer Webseite noch weiter treiben. Wir fühlen uns mit unserem regelbasierten, transparenten und robusten Anlageprozess wesentlich wohler als mit Optimierungen.

2) Optimiert Diversifikatoren nicht, weil Sie nicht rechnen können?

Wir optimieren nicht, weil wir uns ein wenig mit Mathematik auskennen. Modelloutput hängt vom Input ab („Garbage in, Garbage out“). Viele Modelle basieren auf Prognosen und die sind bekanntlich „schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“. Modelle sind auch von ihren Spezifikationen abhängig. Kleine Modelländerungen können bei gleichem Input zu großen Outputänderungen führen. Daher vermeiden wir Modell- und Inputabhängigkeiten, soweit wir können.

 

Backtests

1) Diversifikator-Portfolios haben bisher nur einen sehr kurzen echten Track Record. Ist das nicht ein großer Vermarktungs-Nachteil?

Grundsätzlich ja, aber neue ETFs ohne Track Record werden ja oft auch sehr gut verkauft. Unsere Portfolios haben einige der Vorteile von ETFs: Kostengünstig und sehr transparent, auch in Bezug auf die Regeln. Wir haben daher Tools entwickelt bzw. verweisen auf fremde Tools, mit denen Berater und Anleger eigene Portfolioanalysen vornehmen können. Echter Track Record ist für unsere Portfolios daher nicht so wichtig wie für aktiv gemanagte Fonds.

2) Warum nutzt Diversifikator nicht die „offizielle“ KIID-Risikoklassifikation für seine Portfolios?

Die offizielle KIID-Risikokategorie wird auf Basis der Volatilitäten der letzten fünf Jahre bestimmt. Beim Weltmarktportfolio Basis wäre das die Kategorie „4“ in 2016. Die maximale rollierende 5-Jahres Risikoklassifikation inklusive des Krisenjahres 2008 hätte jedoch die Kategorie „5“ ergeben. Wir nutzen den (aufgerundeten) Mittelwert dieser beiden Werte für die Klassifikation unserer Portfolios.

3) Wie hat Diversifikator die Faktoranalyse aufgesetzt?

Man kann sehr viele Faktorabhängigkeiten untersuchen. In der Darstellung auf der Internetseite haben wir uns beschränkt. Ausgewählt wurden die US-Sektoren (als größter Anlagemarkt weltweit) mit der gemeinsam höchsten (Biotech und Gesundheit) und der niedrigsten (Energie) Wertentwicklung der Analyseperiode von 2008 bis 2015. Hinzu kommen die typischerweise als sicher geltenden Versorger und Banken. Die anderen Sektoren bringen kaum wesentliche Zusatzinformationen: Industrie- bzw. Konsumgüter sind in sich sehr heterogen und der Technologie-Sektor entwickelt sich ähnlich wie der „Growth“ AQR High – Low Devil Faktor. Um die Abhängigkeit vom Zinsumfeld darzustellen, sind europäische Staatsanleihen und die US-Zinsstrukturkurve aufgeführt. Immobilienabhängigkeit wird durch die Real Estate ETFs explizit gewünscht und ähnliches gilt für Materials (Energie/Rohstoffe).

4) Was hat es für Auswirkungen, dass Diversifikator für die Backtests einfache Benchmarks nutzt?


Einfache Benchmarks sind auch einfacher nachzuvollziehen. Wenn man bei den Benchmark-Portfolios die Anleihen so detailliert wie beim WMP-Basis abbilden würde (also statt ausschließlich europäischen Anleihen auch US- und Japanische, Unternehmensanleihen und TIPS nutzt), hätten die Anleihen der Benchmark eine höhere Rendite aber auch eine erheblich höhere Volatilität gehabt. Ein Großteil der Unterschiede erklärt sich aus der Währungsentwicklung USD gegen EUR. Andererseits wurde für die Aktien eine Benchmark in EUR genutzt. Diese hat im Vergleich zu einer detaillierten Aktienbenchmark von der Währungsentwicklung profitiert, so dass sich die beiden Effekte weitgehend ausgleichen.

 

Portfolio-Risiken

1) Welche möglichen Risiken gibt es außer Portfolio-Risiken?

Auf einer Veranstaltung am 28.6.2016 in Frankfurt hat die staatliche Aufsichtsbehörde „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen” (BaFin FinTech Konferenz, Vortrag von Christoph Schlecht, S. 13) 9 Herausforderungen für Verbraucher aufgeführt. Im Folgenden erläutern wir kurz, wie Diversifikator mit den jeweiligen Punkten umgeht:

  • Identität des Anbieters: Im Impressum finden sich alle rechtlich erforderlichen Angaben. Auf der Unterseite „Wer wir sind“ gibt es weitere Hinweise und Details zum Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer Prof. Dr. Dirk Söhnholz findet man unter www.prof-soehnholz.com.
  • Beaufsichtigung des Anbieters: Diversifikator ist nicht beaufsichtigt, da Musterportfolioanbieter nicht reguliert werden müssen. Diversifikator empfiehlt Anlegern, die Musterportfolios mit Hilfe von Beratern bzw. Vermögensverwaltern umzusetzen. Diese wiederum müssen über entsprechende Zulassungen und eine Aufsicht verfügen.
  • Geschäftsbedingungen: Die Geschäftsbedingungen sind unter dem Punkt AGB zu jeder Zeit frei zugänglich. Sie sind mit dem Ziel erstellt worden, besonders verbraucherfreundlich und transparent zu sein. Unseres Erachtens sind sie sehr verbraucherfreundlich. Jeder Anleger sollte sich aber die Mühe machen, das selbst zu prüfen.
  • Datenschutz: Diversifikator befolgt einen sogenannten Small Data Ansatz. Ziel ist es, möglichst keine oder wenn nötig, dann möglichst wenige Daten von Anlegern abzufragen und zu speichern. Von Anlegern, die über Berater betreut werden und solchen, die direkt betreut werden aber keine Rechnung benötigen, werden überhaupt keine Daten benötigt. Damit ist unseres Erachtens dem Datenschutz am besten gedient.
  • Umgang mit Beschwerden: Da Diversifikator nicht reguliert ist, ist die Firma auch keiner offiziellen Beschwerdestelle angeschlossen. Beschwerden können aber direkt an Diversifikator oder auch z.B. über Verbraucherzentralen erfolgen.
  • Vollautomatische Prozesse: Diversifikator ist in erster Linie eine Plattform für Berater. Die wesentlichen Anlageprozessschritte Finanzplanung, Risikoeinschätzung, Portfoliowahl und Implementierung sind daher nicht alle voll automatisiert und auch nicht automatisch miteinander verknüpft. Das Ergebnis und meist auch die konkrete Herleitung der Ergebnisse jedes einzelnen der Prozessschritte kann individuell vom Interessenten überprüft werden. Berater sollen Anleger bei diesen Prozessschritten unterstützen bzw. kritisch begleiten. Die Risiken für Anleger durch Fehler in vollautomatischen Prozessen sind unserer Ansicht nach daher für Anleger begrenzt.
  • Technische Risiken: Da keine automatische Implementierung von Portfolios erfolgt, sind die technischen Risiken der Nutzung von Diversifikation begrenzt. Da sich zudem die Portfolios von Diversifikator nur selten ändern (jährliche Überprüfung bzw. Rebalanzierung), sind die Risiken durch falsche Portfoliozusammenstellung ebenfalls sehr gering.
  • Kosten und Gebühren: Wir legen nicht nur unsere Gebührenempfehlungen an Berater offen sondern machen unter dem Punkt „Kosten“ bzw. „Kostenvergleich“ alle uns bekannten Kosten für Anleger, die in Zusammenhang mit einer Anlage anfallen können, transparent. Wir halten unsere Kosten und Gebühren, insbesondere für defensive Portfolios und wenn externe Beratung in Anspruch genommen wird, für sehr günstig.
  • Beurteilung der Seriosität des Anbieters: Wenn Anleger sich trotz der vielfältigen Informationen auf unserer Internetseite kein positives Urteil zu diesem Punkt zutrauen, sollten sie einen Berater ihres Vertrauens um eine Einschätzung bitten.

 

Weitere Informationsquellen

1) Wie würde eine Anleitung zur Do-It-Yourself Anleitung für anspruchsvolle Anleger lauten und welche Hinweise für Berater hat Diversifikator?


  • Sie wissen, wie viel Geld Sie für welchen Anlagehorizont anlegen können bzw. sollten, z.B. weil Sie den Lexware Finanzmanager, Finatra und/oder die Tools des Deutschen Instituts für Altersvorsorge genutzt haben?
  • Sie wissen, wie viel Risiko Sie tragen können, z.B. weil Sie den Test von www.behavioral-finance.de gemacht haben und weil Sie sich die Grafiken auf www.portfoliocharts.com angesehen haben?
  • Dann suchen Sie sich ein „Rendite“portfolio aus.
  • Basierend auf Ihrer Risikotoleranz kombinieren Sie das gewählte Renditeportfolio mit mehr oder weniger Cash.
  • Lassen Sie sich möglichst spätestens jetzt von einem Profi beraten, ob diese gewählte Anlagekombination für Sie passt. Außerdem sollten Sie berücksichtigen, wie ihre sonstige Geldanlage strukturiert ist. Möglicherweise sind Umschichtungen Ihres bisherigen Portfolios sinnvoll, um möglichst geringe sogenannten Klumpenrisiken im Portfolio zu haben.
  • Als nächstes erfolgt die Umsetzung des gewählten Portfolios mit Cash und bei Ihrer Depotbank: Wenn das kostenlos möglich ist, eröffnen Sie am besten ein Unterdepot oder ein komplett neues Depot, um ein individuelles Reporting über das Portfolio von Ihrer Depotbank zu erhalten und damit eine gute Überwachungsmöglichkeit zu haben. Zur Umsetzung schicken Sie Ihrer Bank ein „Download“ des gewählten Portfolios.
  • Wenn Sie unsere Renditeportfolios nutzen: Verfolgen Sie die Änderungen, die wir vornehmen (z.B. indem Sie sich zu unseren News anmelden), und setzen Sie diese um, wenn sie von den Änderungen überzeugt sind.

2) Tools für die wichtigsten Anlageprozessschritte bzw. welche Tools kann man wie nutzen?


  • Finanzplanung z.B. mit Lexware Finanzmanager zur Feststellung des Anlagepotentials bzw. Anlagebedarfes zur Zielerfüllung („Wie viel Geld kann bzw. sollte ich anlegen“?). Hilfreich sind auch www.finatra.de und die Tools auf www.dia-vorsorge.de .
  • Risikoeinschätzung mit www.behavioral-finance.de und den Tabellen zu „Verlustaufholungszeiten“ auf www.portfoliocharts.com (s. unter Portfolios und dann Darstellung „Real Return by Investing Period“ z.B. des Classic 60/40 Portfolios)
  • Portfolioselektion, z.B. eines unserer Musterportfolios („Wie ist meine Verlusttoleranz?“), nachdem man sich z.B. mit www.portfoliovisualizer.de mit verschiedenen Allokationen vertraut gemacht hat.
  • „Mischung des gewählten Musterportfolios mit Cash“ um zu den gewünschten Rendite- und Risikocharakteristika zu kommen (z.B. der „tragbaren“ Volatilität aus der www.behavioral-finance.de Analyse (Welches Portfolio passt zu mir?) . Außerdem ist zu beachten, über welche anderen Vermögenswerte und Verpflichtungen der Ableger verfügt, um Klumpenrisiken zu vermeiden.
  • Umsetzung mit Cash und im Depot, z.B. durch Downloads unser Portfolio-Bestandteilliste und Versand an die Depotbank

Wir empfehlen, diese Schritte und ihre Ergebnisse vor der Umsetzung mit einem Berater seines Vertrauens zu diskutieren.

3) Welche Alternativen der Finanzplanung gibt es?

Neben der klassischen PC-basierten Software von Anbietern wie Lexware, Buhl und Starmoney oder der Online-Version von Finatra findet man z.B. unter www.finanzwesir.com eine Anleitung für eine selbst zu erstellende Excel-Lösung (Stichwort „Finanzcockpit“).

4) Wie kann man eine Kontoaggregation umsetzen?

Einige Banken bieten an, verschiedene Konten bzw. Depots unterschiedlicher Anbieter zu aggregieren, um eine bessere Finanzübersicht zu bekommen. Unter www.outbank.de findet man eine unabhängige und kostenlose derartige Lösung.

5) Wieso sind Sie skeptisch in Bezug auf klassische Kundenklassifikationen nach Alter, Risikoerwartung etc.?


Regulatorisch wird künftig vorgeschrieben, dass Berater die Geeignetheit von Produkten für Kunden einschätzen. Das ist aber nicht so einfach. So wird eine Einteilung in Privatkunden und professionelle Kunden nicht immer weiterhelfen. Viele Privatkunden sind finanziell sehr gut informiert und können und wollen hohe Risiken tragen. Viele professionelle Kunden können sich aufgrund vielfältiger anderer Aufgaben nur wenig mit Kapitalanlagen beschäftigen. Viele von ihnen müssen die Anlagen auch besonders vorsichtig tätigen, z.B. weil es ihre Regulatoren oder Aufsichtsgremien so vorsehen.

Außerdem sind viele der üblicherweise verwendeten Risikoklassifikationsindikatoren problematisch. So kann ein „alter“ Investor sehr risikoreich anlegen, wenn er das Geld nicht direkt für seinen Lebensunterhalt braucht, sondern sowieso vererben möchte. Und ein junger Anleger kann sehr risikoarm anlegen wollen, weil er das Geld für kurzfristige Anschaffungen anspart. Hohes Vermögen, welches mit hohen Ausgaben einhergeht, spricht für eine eher risikoarme Geldanlage. Geringes Vermögen, das man auf längere Sicht anlegen möchte, kann auch sehr riskant angelegt werden. Manchmal werden Anleger auch direkt nach Risikotoleranzen gefragt. Diese sind jedoch schwer verlässlich zu schätzen. Viele Anleger scheinen schon überfordert zu sein, wenn sie angeben sollen, wie ihre Anlagen oder auch bestimmte Marktsegmente in der Vergangenheit abgeschnitten haben, sei es in Form von Rendite, Verlusten oder Volatilität. Wie sollen sie dann künftige Toleranzen verlässlich schätzen können? Renditeerwartungen vom Anleger abzufragen oder Risikotoleranzen und auf dieser Basis Portfolios zu empfehlen, halten wir daher für sehr gewagt. Denn wie es so schön heißt, Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, und die „optimalen“ empfohlenen Portfolios basieren oft auf zahlreichen Prognosen (dazu siehe auch das „Optimierungstool“ auf www.diversifikator.com).

Wichtig ist allerdings, dass sich Anleger über ihr Anlage- bzw. Sparpotenzial im Klaren sind und dass sie eine realistische Ausgaben- bzw. Investitionsplanung haben. Dabei können Tools wie der Finanzmanager von Lexware oder die Tools von www.finatra.de oder www.dia-vorsorge.de helfen. Sehr wichtig ist der Zeithorizont, der Anlegern für die Anlage zur Verfügung steht. So kann man feststellen, dass typischerweise ausgewogen gemischte Portfolios von Aktien und Anleihen, die zudem breit diversifiziert wurden, in der Vergangenheit selten lange Verlustperioden aufgewiesen haben.

Aufgrund der Schwierigkeiten guter Selbsteinschätzungen von Risikotoleranzen, verweisen wir auf das wissenschaftlich gut fundierte Risikoeinschätzungstool auf www.behavioral-finance.de und auf die Übersichten zu vergangenen Renditen und Verlusten, die man auf www.portfoliocharts.com findet.

6) Warum bietet Diversifikator keine (Tools für) Analysen bestehender Anlageportfolios an?

Wir weisen nicht auf Tools hin, mit denen man solche Analysen durchführen kann, und wir bieten auch kein eigenes Tool an, denn das könnte zu Interessenkonflikten führen. Bei liquiden Anlagen in Wertpapierdepots würde wohl ganz überwiegend herauskommen, dass sie teurer sind als die von uns empfohlenen ETFs und dass die meisten auch weniger robust sind, weil sie oft weniger diversifiziert sind und auf Prognosen und Optimierungen beruhen (Diversifikation einzelner Instrumente und Robustheit werden unseres Wissens von keinem bestehenden Portfolio-Vergleichs-Tool bewertet). Das würde dazu führen, Verkaufsempfehlungen für fast alle bestehenden liquiden Anlagen in „fremden“ Wertpapierportfolios abzugeben. Illiquide Anlagen kann man einerseits nicht sofort zu attraktiven Preisen verkaufen und andererseits sind sie sehr schwer zu bewerten, dafür gibt es unseres Wissens keine verlässlichen und außerdem frei zugänglichen und kostengünstigen Tools.
Aber wir raten zum Einschalten von Beratern und diese sollten die Bestandsportfolios von Anlegern analysieren. Weder wir noch typischerweise Berater (Berater setzen aber ihre eigenen Konditionen) verdienen dabei direkt an Umschichtungen in unsere Portfolios, weil bei uns keine einmaligen Gebühren wie Ausgabeaufschläge anfallen.

7) Was hat Geldanlage mit Gaming zu tun?

Geldanlage gilt als langweilig. Damit beschäftigen sich die meisten Menschen kaum. Games können interessant sein. Wenn es gelingt, einen Teil der Freude, die viele Menschen mit Spielen haben, auf die Geldanlage zu übertragen, beschäftigen sich Menschen vielleicht lieber und länger mit dem wichtigen Thema Geldanlage. Wir haben ein paar Ideen zur Umsetzung, aber auf diesem Gebiet kann noch viel getan werden. So sollen die Tools/Applikationen die wir anbieten, neugierig machen und zum Ausprobieren anregen. Allerdings bietet sich Gaming wohl eher für kurzfristiges Handeln an. Das ist nicht unser Fokus. Unser Fokus ist die mittel- bis langfristige Geldanlage.

8) Wie können Kunden dabei mithelfen, besser beraten zu werden bzw. bessere Portfolios zu bekommen?

Je besser Kunden informiert sind, desto qualifiziertere Gespräche können sie mit ihren Beratern führen. Je besser Kunden auf ihre Gespräche mit Beratern vorbereitet sind, desto effizienter werden die Gespräche und die Kundenbetreuung. Wenn ein Kunde die Möglichkeit hat, sich gut auf ein Beratungsgespräch vorzubereiten, sollte er diese Möglichkeit im eigenen Interesse nutzen. Diversifikator verweist auf „Tools“, die Kunden bei der Gesprächsvorbereitung helfen. Dazu gehört Finanzplanungssoftware wie der Lexware Finanzmanager oder die Tools auf www.finatra.de oder www.dia-vorsorge.de, Risikoeinschätzungstools wie das auf www.behavioral-finance.de, Simulationstools, wie sie auf der Seite www.porfoliovisualizer.com zu finden sind und auch die Tools auf unserer eigenen Seite. Dazu gehört auch, dass sich der Anleger vorab mit verschiedenen Investmentmöglichkeiten beschäftigt hat. Wir verweisen dazu auf die umfangreichen Dokumentionen bzw. transparenten Regelwerke der Musterportfolios, die unter “weitere Informationsquellen” einzusehen sind.
Wenn ein Kunde vom Anlagevolumen her „zu klein“ und daher finanziell unattraktiv für Berater ist, kann er versuchen, Ratschläge von Laien, d.h. anderen Investmentinteressenten, einzuholen.